Grannys häkeln

In einem Schaufenster sah ich neulich so eine hübsche gehäkelte Decke aus kleinen Vierecken. Das ist jetzt wohl wieder Trend, kann mich aber erinnern, dass es in den 70er Jahren ziemlich populär war und man da sogar gehäkelte bunte Kleider sah.

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(Foto: charmant! wohnen und schenken in Charlottenburg)

Schon damals habe ich das sehr bewundert. Doch meine Häkelwerke, besonders die Topflappen wurden immer ziemlich schief. Erst vor 2 Jahren gelangen mir welche nach einer wirklich guten Anleitung aus der “Landlust”.

Im Internet gibt es ja viele Tutorials, z.B. von “Nadelspiel”oder hier, die ich mir schon öfter angeschaut habe. Doch am letzten Wochenende bekam ich bei Karstadt am Hermannplatz das Buch von Cécile Frankonie “Granny Squares Häkeln im Quadrat” aus der Edition Fischer in die Hand mit wirklich sehr hübschen Anleitungen und Modellen für Tücher, kleine Taschen, Tischsets usw.. Es ist eben doch manchmal schön mit einem Buch auf den Knien auf dem Sofa zu hocken. Und jetzt darf ich nicht mehr kneifen, jetzt wird gehäkelt.

Ich fing mit ein paar Baumwollresten an und probierte nach dem Buch erst mal die Grundmaschen: Luftmasche, Kettmasche, feste Masche, Stäbchen und Doppelstäbchen und häkelte ein rundes Etwas…es macht Spaß!

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Viereckig wird es dann wohl später, wenn ich noch etwas drumrumhäkele!

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In der Decke auf dem obigen Fotos sind übrigens Noppen oder sogenannte Popkornmaschen verhäkelt. Hier machte ich noch einen anderen Versuch:

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charmant! wohnen und schenken in Berlin-Charlottenburg

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Viele Leser meines Blogs haben es wohl gemerkt. Momentan bin ich fasziniert vom Charlottenburger Kiez und ich mache wirklich gern einen Abstecher dorthin. Es ist dort in den kleinen Sträßchen wirklich Schönes zu entdecken. So gibt es zum Beispiel in der Nehringstr. 17 den Laden “charmant! wohnen und schenken“. Kürzlich sah ich dort in dem Schaufenster eine wunderschöne Häkeldecke und da ich nicht besonders gut häkeln kann (noch nicht!) musste ich da natürlich rein und mir die mal genauer ansehen. Mit dem Inhaber des Ladens kam ich sehr nett ins Gespräch und ich hätte von draußen nicht gedacht, dass es da soviel Auswahl an alten und neuen Geschenkartikeln, hübschen Kleinmöbeln, Bändern, Deko-Artikel, Decken, Dosen, Schachteln, Karten, Papiersachen usw. gibt.  Das Geschäft ist sehr einladend und ich war positiv überrascht. Wer hier nichts findet, dem ist nicht zu helfen.

Übrigens, das Häkeln kann man im Kiez bei Wunderschick erlernen.

Miete ein Fach in Berlin-Charlottenburg

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Auch in Charlottenburg wechseln die Standorte der Geschäfte von Zeit zu Zeit. Bei meinem Bericht über Wollfundus/Wollschlößchen hatte ich ja kürzlich erwähnt, dass vorher hier “Miete ein Fach” ansässig war. Und wo sind die jetzt hingelangt? In die Kantstraße 84 schräg gegenüber vom Amtsgericht Charlottenburg.

Das Konzept ist wohl gleich geblieben, es gibt Altes, Neues und Selbstgemachtes. In den neuen freundlich gestalteten Räumen ist sogar ein kleines gemütliches Café mit untergebracht und so kann man hier auch leckeren selbst gemachten Kuchen, heiße Schokolade, Latte macchiato und Capuccino genießen.

Ich entschied mich für ein leckeres kleines Schokoladentörtchen und einen Cappuccino.

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Die Inhaberin bäckt selbst und strickt auch schöne Sachen. Hier findet man sicher Gesprächsstoff mit Gleichgesinnten. Sehr erfreulich, dass es an der sonst so quirligen Kantstraße so einen schönen Ort gibt.

Also um es kurz zu machen: Das Stöbern lohnt sich.

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Industrial Design im Charlottenburger Kiez

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Von meinen Touren durch den Charlottenburger Kiez war mir bekannt, dass der Laden Ecke Neufertstr./Nehringstr. schon geraume Zeit leer stand. Der Vermieter brachte ein Riesenschild an, dass er zwar Vermietung wünscht, aber auf keinen Fall als Gaststätte. Kürzlich sah ich nun über der Tür ein riesengroßes Schild: “embargo”. Was bitteschön ist “embargo”. Im Internet fand ich nicht so besonders viel, nur dass es wohl um Innenenrichtung geht, genauer um “Industrial design”. Durch die Scheiben mit blauer Umrahmung entdeckte ich große schöne schlichte alte Tische,  auch aus den 60er-Jahren, schlichte Sofas im skandinavischen Stil, Vitrinenschränke aus Stahl,  interessant aussehende Stühle und Lampen im used-Look. Die Wände sind in dem Laden teilweise roh ohne Putz und mit moderner Kunst versehen. Hier sieht man die schönen alten Objekte, die so manches chice Lokal in Mitte oder eine trendige Boutique gestalten.

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Manche Objekte scheinen direkt einer Werkhalle entsprungen, auch die schlichten schwarz emaillierten Lampen. Besonders gefiel mir ein Tisch, dessen Oberfläche mit verschiedenfarbenen Zollstöcken gestaltet war: Patchwork im Möbel-Design?!

Mit dem Inhaber, der  aus dem Ruhrgebiet stammt und ein Gespür für Werkstätten und   dort vorhandene Ausstattung und Materialien mitbringt, kam ich etwas ins Gespräch und er erzählte, dass es in Kreuzberg in der Urbanstr. wohl noch ein Pendant zu dem Laden gibt und man sich auf solche Möbel und Unikate spezialisiert hat. Geplant ist auch, die schönen Räume gelegentlich für Lesungen und kleinere Veranstaltungen zu nutzen. Kaffee soll hier demnächst auch angeboten werden.

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Die Gräfin – Modemanufaktur -

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Es erstaunt vielleicht, dass ich, die ja so gerne alles selber macht und ihre Nähkenntnisse immer noch erweitert, hier an dieser Stelle “Die Gräfin – Modedesign – Maßschneiderei” in Berlin-Schmargendorf vorstellt.

Doch es kommt auch vor, dass nicht alle so geschickt  im Nähen sind oder so viel Zeit haben, nach Stoffen, Schnitten und Anleitungen zu schauen. Manchmal gibt es  für eine Frau vielleicht einen Anlaß, sich ein besonderers Kleidungsstück auf den Leib schneidern zu lassen oder es gibt bei Figurproblemen wirklich Schwierigkeiten in der Konfektion das Passende zu finden.

Frau Betty Wudel, Maßdesignerin, übernimmt solche Projekte gern und mit viel Liebe zum Detail und geht auf Sonderwünsche ein.

Und hier in ihrer kleinen Werkstatt wird mit sehr schönen Stoffen und großer Sorgfalt individuelle Mode kreiert und das ist etwas, dass ich sehr bewundere und gerne anschaue.

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Im Fenster sah ich gerade ein tolles dunkelblaues Wollkleid mit weitem Rock und schönem Ausschnitt, ganz auf Figur geschnitten.

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Güdokeit – ein zweites Leben für schöne Dinge -

Zu meiner Überraschung wurde in der Leonhardtstr. 10 in Berlin-Charlottenburg der Laden “Von  Fach zu Fach” gechlossen. Hier bekam man oft sehr nette Accessoires und schöne kunstgewerbliche Dinge und Antiquitäten .

Ab 24. August 2013 ist dort nun ein neues Geschäft eröffnet worden: “Güdokeit ein zweites Leben für schöne Dinge”.

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Hier werden schöne Dinge  in Kommission genommen und es gibt ein Angebot an Wohnaccessoires Geschirr, Gläser, schöne Leuchter und Schalen und dekorativen Sachen namhafter Designer.

Wer geschmackvolle Dinge sucht, wird hier fündig – vorbeischauen lohnt sich.

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Tablet-Hülle

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Gestern am Samstag klingelte bei mir unverhofft der Paketbote…und ich hatte doch gar nichts bestellt. Wer schickt denn da was? Es war die liebe BVG, die mir für die Werbung eines neuen Abonnenten einen kleinen Tablet-PC sponserte. Das hatte ich schon ganz vergessen. Der Paketbote freute sich schliesslich auch, dass ich das Paket annahm.

Also ziemlich bald nach dem auspacken und ausprobieren merkte ich: Das Ding braucht eine Schutzhülle, um es vor Kratzern und Beschädigungen zu schützen. In meiner Stoffrestekiste fand ich noch einen Ikea-Vorhangrest und dann ging es los:

- Tablet ausmessen, auf Papier legen und einen Schnitt mit 1,5 cm Nahtzugabe ausschneiden

- 2 Schnitteile = 1 Vorderteil und 1 Rückenteil mit Verschlussklappe

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Nach dem Schnitt wurden die zwei Teile wie folgt zugeschnitten;

1 x Oberstoff mit Blumen (Ikea-Dekostoff)

1 x Vlieseinlage

1 x Futterstoff (dünner gemusterter Baumwollstoff)

Die drei Teile nähte ich dann erst einmal mit einer Nahtzugabe von ca.0,5 cm aufeinander, damit sich die Stofflagen beim späteren zusammennähen nicht verschieben.

Das Klappenteil fasste ich dann mit einem hellblauen vorgefalteten Schrägstreifen ein, damit die Klappe versäubert ist.

Wer einen Ösenverschluss mit Knopf anbringen will, kann hier gleich die Öse mit annähen. Es geht aber auch ein Klettverschluss.

Das Einfassen mit Schrägstreifen erledigte ich auch bei dem Vorderteil im oberen Bereich, damit das einen sauberen Abschluss hat.

Dann nähte ich die beiden Teile rechts auf rechts aneinander mit ca. 1,5 cm Nahtzugabe (vielleicht vorher ausprobieren, ob das Taschenmaß für den Tablet ausreicht!)

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Fotos: Sommerdiebe

Den Knopf habe ich noch mit einem Stoffrest selbst bezogen und dann angenäht. Jetzt hat mein Tablet ein Zuhause.

Feine Mechanik & Design in Charlottenburg

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In der Pestalozzistr. 11 gibt es seit 10 Jahren den wunderbaren Werkstattladen von Herrn Ulrich Panzer. Sehr oft schon bin ich daran vorbeigefahren und immer mit dem Gedanken, ob ich ihm nicht einmal meine kaputte Pfeffermühle mit Peugeot-Mahlwerk anvertrauen soll. Letztes Wochenende stand Herr Panzer zufällig in seiner Ladentür als ich vorbeikam und ich schilderte ihm kurz mein Problem und er zeigte sich optimistisch, dass er mir und der Mühle helfen kann.  Diese Woche war es dann soweit: Ich gab die Mühle bei Herrn Panzer ab und am Freitag holte ich sie repariert ab: Sie mahlt nun wieder und ich bin froh, wenigstens dieses Problem gelöst zu haben.

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Herr Panzer befasst sich übrigens auch mit dem Bau wunderbarer Fahrräder.

Rock’ A’ Bella/ Gretchen Hirsch

Im Aufbauhaus ist ja unten diese tolle Buchhandlung und als ich letzte Woche bei der Lesung von Fiona Bennett “Vom Locken der Federn” war, hatte ich Gelegenheit, dort vor der Veranstaltung noch etwas rumzustöbern. Dabei fiel mir das Buch von Gretchen Hirsch “Rock ‘A’ Bella Schnitt für Schnitt zur selbst genähten Kollektion” in die Hände. Von Gretchen Hirsch hatte ich zugegebenermassen noch nie was gehört.

Sie hat in den USA den Nähblog:” Gertie’s New Blog for better Sewing” angelehnt an ein früheres Buch von Vogue aus den 50ern  und sie unterrichtet auch Nähen und befasst sich mit Vintage-Sachen.

Da das Buch Vogue-Schnitte von 1952 enthält, weckte es mein Interesse. Die Schnittmusterbögen sind sehr übersichtlich und so etwas schaue ich mir gerne an. Vogue-Schnitte sind einzeln gekauft wohl eher teuer.

Außerdem ist das Buch in Form eines Ringbuchs mit Fotos und Zeichnungen sehr schön und liebevoll gestaltet und auch wenn man nicht gleich loslegen will mit dem Nähen, ist es eine Augenweide. Die Nähtechniken, auch von Hand,  werden sehr anschaulich erklärt und das Buch ist sehr inspirierend. Und als ich nun Samstag noch mal dort im Aufbauhaus war, habe ich es mir gegönnt.

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Sing Blackbird in Berlin-Neukölln

Immer wieder stelle ich fest: Die besten Sachen findet man, wenn man eigentlich gar nicht danach sucht.

Und insofern hat diesmal ein “Vogel” für mich gesungen, und zwar Sing blackbird

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Schon vor einem Jahr geriet ich mehr zufällig in die Sanderstr. in Berlin-Neukölln und sah dort

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Wahrscheinlich bin ich damals einfach nur daran vorbeigelaufen. Doch diesmal stand eine junge Frau davor  mit der ich mich in ein Gespräch über im Schaufenster ausgestellte silberfarbene Schuhe von Jil Sander verwickelte. Wir beschlossen dann, den Laden gemeinsam zu betreten.  Die Schuhe waren dann doch ziemlich teuer und wir verabschiedeten uns. Doch mein Blick blieb an einer kleinen gestreiften Jacke hängen. Sie wirkte auf dem Bügel recht klein, doch als ich sie anprobierte, paßte sie perfekt.

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Leider fehlte an einer Seite eine innen angenähte Manschette. Die Verkäuferin bedauerte dies sehr, versprach aber mich anzurufen, wenn sie noch angefunden wird.

Übrigens der selbstgebackene Kuchen in diesem Laden-Café sah sehr lecker aus. Hier schaue ich bestimmt noch mal vorbei.