Wolltraum und nadelyoga

Die kleinen Wollgeschäfte muß man schon suchen in Berlin. Doch es gibt sie, z. B. in Berlin-Halensee in der Westfälischen Str. 50

  

Hier gibt es eine große Auswahl an Sockenwolle von Lang Uni und farbig, aber auch feine Garne für schöne Tücher und Mützen.

Aus einem Wollladen komme ich nur schwer raus und so erwarb ich dieses Knäuel Verlaufsgarn von Lang und will mal probieren, ein Tuch zu stricken. Es ist ja bald Ostern und die Farben wirken frühlingshaft.

 
   

So weit habe ich schon gestrickt. Schöne Farben

  
 
 
  
Anleitungen und Beratung erhält man hier von Anke Espe, deren Mann ein paar Häuser weiter in der Westfälischen Straße  den bekannten Kurzwarenhandel betreibt.

Hier noch die Öffnungszeiten

  
  

Wurmmütze mit I-Cord

Sogenannte  Wurmmützen gibt es schon ein paar Jahre und im Internet findet man viele Anleitungen und You-Tube Videos. Doch weil ich nachlässig war habe ich einfach frei Schnauze losgelegt mit einer neuen Mütze. Ich hatte noch zwei Knäuel blaue Wolle.

Erst als ich mich wegen der Abnahmen schlau machen musste, traf ich auf viele Infos. Sie sieht nun etwas anders aus, gefällt mir aber trotzdem.

  

 Meine Mütze geht so:

Zwei Knäuel blaue Wolle (anscheinend habe ich es mit der Farbe Blau)

Kleine Rundstricknadel Stärke 4,5

1 Nadelspiel für die Abnahmen

88 M Anschlagen

Bündchen zwei re, zwei li  so etwa 6 cm

Danach 8 Reihen glatt rechts stricken

Rundenanfang am besten markieren!

Dann 8 R Perlmuster stricken (1 er 1li im Wechsel)

Nun wieder 8- 9 Reihen glatt rechts

wechseln auf Perlmuster und 9 Reihen stricken

Dann nur noch glatt rechts stricken.

Bei den Abnahmen habe ich mich an der Anleitung von Kinder-Wurmmütze stricken

orientiert und das hat geklappt. Dort sind halt die  Abstände und Rippen etwas enger gestrickt mit weniger Reihen

dazwischen, doch das ist Geschmackssache.

Am Ende als ich nur noch 4-5 Maschen hatte, strickte ich als Clou noch einen I-Cord, das hatte ich auch noch nie gehört…eine kleine Kordel!

Weizenbrötchen mit Sauerteig und Sonnenblumenkernen

Zum Frühstück sollten es wieder frische Brötchen sein und diesmal wollte ich sie mit etwas Sauerteig und Bio-Backmalz backen. Auch beim Formen wollte ich Fortschritte machen und fand im Internet bei You-Tube unter “Das Formen von Brötchen” ein Video

Mein Rezept für Ca. 6 – 8 kleine Brötchen

250 g Mehl Typ 550

1/4 Würfel frische Hefe

100 – 125 ml lauwarmes Wasser

2 Eßl. Roggensauerteig

1 Teel. Backmalz

1 – 2 Eßl. Zucker

1 Teel. Salz

Hefe mit dem Wasser und etwas Zucker anrühren, kurz stehen lassen

Dann mit dem Mehl und den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten und ruhen lassen bis er gegangen ist. Ich stelle dazu die Schüssel entweder auf die Heizung oder in ein warmes Wasserbad.

Dann nehme ich den Teig aus der Schüssel und portioniere ihn mit Hilfe der Waage in gleich große Stücke von Ca 70 g. Und was jetzt kommt ist wichtig. Um auf den Teiglingen eine Oberflächenspannung zu erzeugen, lasse ich die Teiglinge erst kurz ruhen, drücke sie dann mit der Hand flach und falte sie zusammen wie einen Briefumschlag und lege sie mit der glatten Seite nach oben auf ein Blech und lasse sie noch einmal gehen. Man kann auch Rollen formen und Zöpfe flechten, da ist vieles möglich. Meine wurden vor dem backen kurz in lauwarmes Wasser getaucht und mit Sonnenblumenkernen bestreut.

Ofen auf 200 – 220 Grad anheizen und die Brötchen mit etwas Dampf backen…so 15 – 20 Minuten. Sie wurden sehr knusprig und hatten eine verbesserte Oberfläche, nicht mehr so uneben.

 

Oben zu Zöpfen geflochten, links mit Brötchenstempel und mit Sonnenblumenkernen…wie vom Bäcker. 

 

   

Taschenlieblinge selber nähen

Es war nur eine Frage der Zeit, doch jetzt ist es passiert: Pattydohat ihr erstes Nähbuch über Taschen produziert “Taschenlieblinge selber nähen” und es ist im pattydo-Stil gestaltet.

  
Pattydo ist inzwischen im Internet eine Institution. Sie selbst habe ich vor etwa vier Jahren bei einem Bloggertreffen persönlich getroffen und bewundere sehr, was sie inzwischen mit Videos und Schnittmustern und Gestaltung von Stoffen erreicht hat. Auch ich habe oft ihre Anleitungen zu Rate gezogen, wenn ich mal nicht weiter wusste.

Mir gefällt ihre Art, die mich immer sehr ermutigt hat und mir das Gefühl gibt, pattydo ist ja nebenan…und das ist sie ja wirklich…in Charlottenburg.

In dem Buch gibt es Anleitungen für Taschen vom kleinen Etui , Portemonnaies bis zu großen Weekendertaschen und Rucksäcken.

  
Bei jedem Projekt ist erklärt welche Stoffe und Zuschnitte ich benötige und dazu Tips und Hinweise zu den weiterführenden Videos. 

Es gibt viele Infos zur Grundausstattung, über Stoffe und Zubehör. Sehr schön finde ich die Hinweise zu den Videos. So kann man bei auftretenden Fragen, sich zeigen lassen wie man z.B. einen Reißverschluß einnäht oder einen Träger anbringt.

Zwei Schnittmusterbögen sind dem Buch beigegeben, das im übrigen ein handliches Format hat und sehr schön bebildert und mit kleinen Zeichnungen im pattydo-stil gestaltet ist.

Im Anhang gibt es noch Quellen für den Stoffkauf. Gerade bei Taschen sind stabile Stoffe von Vorteil.

Von pattydo habe ich viel gelernt und für das Taschennähen gilt, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, man muß nur anfangen.

Und pattydo macht Mut. Bald probiere ich was aus.

Das Buch ist  mir vom christophorus-Verlag Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt worden.

Estragonpesto

Kürzlich beim türkischen Supermarkt ein Griff ins Kräuterregal…ich wollte Minze, da ich sehr erkältet war. In dem Beutel war aber ein mir unbekanntes Kraut. Die Recherche im Internet ergab, dass es Estragon ist.Der Geschmack von frischem Estragon ist wunderbar und getrockneter kommt da nicht heran.

Und was mache ich daraus? Waschen, trocknen, von den Stielen zupfen und mit Knoblauch, Pinienkernen, Olivenöl und etwas Parmesan mit dem Multiquick ein köstliches Pesto zaubern und mit Penne genießen.

  
Dazu gibt es Fenchel-Orangen-Salat.

Roggen-Weizenbrot mit Sauerteig

Inzwischen bin ich mit dem Brotbacken eingefuchst. Da ich mit dem Turbo-Rezept von Waldstaudenkorn so gut klar komme, mache ich da erst mal weiter und variiere eher die Mehlsorten.Dieses tagelange Gehen des Sauerteigs, das in anderen Rezepten beschrieben wird, probiere ich mal aus, wenn ich Muße habe.

Im Kühlschrank habe ich jetzt immer 500 – 600 g Sauerteig aus Roggenmehl. Da ich jede Woche Brot backe,,frische ich nichts auf und er riecht gut – beinahe fruchtig und ist noch nicht zu sauer geworden.

Im Supermarkt traf ich kürzlich eine Frau, die mir erzählte, dass im Reformhaus Demski Mehl gemahlen wird.

Also bin ich da hin und kaufte

  
und ließ ihn etwas grob mahlen. Sehr netter Service.

Der damit angesetzte Grundsauer 

500 g Anstellgut/Roggensauerteig

280 g Sprießkornroggen

230 ml Wasser lauwarm

war sehr flüssig, was wohl am groben Zustand des Roggens liegt. Nach einer Stunde war er aber sehr gut gegangen, beinahe schaumig.

Davon nahm ich dann 500 g wieder ab für den Kühlschrank.

Den Rest mischte ich mit  500 g Weizenmehl 815 vom Mehlstübchen und Ca. 280 ml Wasser, 2 Eßl. Bio-Malzmehl und 18 g Salz.

Kurz verkneten, etwas ruhen lassen und da der Teig weich war, ließ er sich sogar mit dem Knethaken des Handrührers bearbeiten. Von Hand etwas nacharbeiten und dann ins bemehlte Garkörbchen für ca . 2 Stunden.

Ofen gut vorheizen 220 Grad und mehr, Backstein auch, Brot einschneiden und mit etwas Dampf Ca. 50 – 60 Minuten backen. Die Temperatur nach und nach reduzieren. Meistens drehe ich das Brot samt Backstein einmal im Uhrzeigersinn, weil mein Ofen gegen Ofenrückwand immer dunkler bäckt.

Es ist sehr gut geworden und duftet wunderbar.

  
 
  
  Das Bio-Malzmehl scheint für mehr Lockerheit zu sorgen und ich bin erstaunt über das gute Ergebnis.
Von

Erst später stutzte ich über den Begriff Sprießkornroggen und stellte fest, dass die Roggenkörner zur Keimung gebracht werden sollen. Hierüber fand ich viele Infos bei Bundesministerium für Ernährung über neue Brotbackmethoden mit gekeimten Getreide. Das s oll sehr gesund sein.

Brotzeit in der Markthalle 9

Im Winter treffe ich durch das viele S- und Busfahren ganz andere Leute und irgend jemand hat mir von Brotzeit in der Markthalle 9 in Kreuzberg erzählt. 

 
Initiiert wurde diese Veranstaltung von Bäcker e. V., einem Zusammenschluß von Bäckern, die es sich auf die Fahne geschrieben haben, ihr Handwerk nach alter Tradition zu betreiben und unabhängig Herstellungsverfahren zu hinterfragen.

  
In der Markthalle gab es verschiedene Stände von Bio Bäckern, Bloggern die über Brot schreiben und zu meinem Glück war dort sogar Herr  Lutz Geißler von  Plötzblog anwesend. An diesem Stand konnte man neben seinem Buch auch Schürzen und Gärkörbchen erwerben und es wurde gezeigt wie man Brötchen bäckt …alles hoch interessant. So war ich z. B. sehr erpicht darauf gezeigt zu bekommen, wie man Teiglinge schleift.

  
Das Publikum war sehr interessiert und es war erstaunlich zu erfahren, dass es schon viele gibt, die selbst Mehl mahlen und Brot erfolgreich backen. Ein älterer Herr erzählte Stolz von seinem Lehmofen.

An einem anderen Stand präsentierte sich die neue skandinavische Bäckerei  The Bread Station vom  Maybachufer. Hier gab es köstliche Zimtschnecken und gutes Brot. Diese Bäckerei wurde erst vor kurzem im Reuterkiez neu eingerichtet.

  
An einem Stand aus dem Libanon zeigte man orientalisches Brot, dass auf heißen Kuppeln flach gebacken und mit Gewürzen bestrichen wird.

Auch über Getreide und den Anbau konnte man sich informieren.

Faszinierend fand ich die Herstellung von Brezeln und die waren auch richtig knusprig.

  
Brot verschiedener Bäcker gab es reichlich zu probieren und ich konnte beim Backen sogar zugucken. Ich stellte dabei wieder einmal fest, dass Brot sehr unterschiedlich schmecken kann, mal mehr mal weniger säuerlich.

  
Der Besuch in Markthalle 9 hat mir gefallen und mich gleich wieder inspiriert zu backen