Einkaufen in Halle

Bei meinem Aufenthalt in Halle fand ich nebenher bei einem Bummel durch die wunderbare Altstadt

hübsche kleine Cafés

mit schräger Inneneinrichtung

Antiquitätenläden

und schöne Broschen


Bei Perlhuhn

einem wunderbaren Laden für Perlen, Knöpfe, Papierwaren und Geschenkartikel seltene Glasknöpfe aus Gablonz in Böhmen

die ich auch als Schmuck tragen könnte und viele mehr…



und schließlich den Stoff für meine neue Tiscdecke bei

Vollstoff


in der Richard-Wagner-Str.

Halle lohnt sich…auch kulturell  gibt es viel zu sehen…ich komme bestimmt wieder.

Mir ist positiv  aufgefallen, dass es hier sehr viel entspannter zugeht als in Berlin und in den Geschäften nimmt man sich viel Zeit für die Beratung der Kunden. Überhaupt, dass es mal Verkäufer gibt, die helfen, das sucht man bei uns oft vergeblich.

Runde Tischdecke für den Kaffeetisch

Bisher habe ich Tischdecken für meinen kleinen Tisch mit 75 cm Durchmesser immer rechteckig oder quadratisch genäht. Doch die Tischdecke rund zu nähen ist gar nicht so schwer.

Mein Stoff

 

Maß Ca. 140 x 1o6 .Ich faltete ihn links auf links, markierte die Mitte mit einer Stecknadel und von diesem Punkt aus maß ich erst mal bis zum Rand …in meinem Fall jeweils 53 cm. Diese 53 cm sind der Radius, denn die Tischdecke soll ja etwas überstehen und nicht nur die Platte bedecken. Von dem mit Stecknadel markierten Punkt aus habe ich nun in Kreisform immer 53 cm abgemessen und mit einem Stift markiert. Dann alles ausgeschnitten. Nun nahm ich Schrägband…zum Glück reichlich 350 cm und nähte es auf der linken Stoffseite füßchenbreit an

 

  
Später schlägt man es um auf die rechte Stoffseite und näht es sauber fest.

Das ist schon alles. Jetzt kann gefrühstückt werden

  
Stoff: Vollstoff

Schrägband maybachmarkt

Halle…Magie des Augenblicks

Schon lange hatte ich vor in Halle (Saale) die Ausstellung auf der Moritzburg der Winterthurer Sammler  Hedy Bühler und Arthur Hahnloser/Villa Flora zu besuchen.

Es ist immer wieder überraschend, in eine Stadt zu kommen, die man nicht kennt und das beste ist, sie zu Fuß zu erkunden.

  
So lief ich von der Neustadt am Bahnhof durch die Leipziger Straße in Richtung Altstadt am Leipziger Turm vorbei zur Moritzburg.

 
Das Museum ist vor einigen Jahren ausgebaut worden und sehr modern.

  

Ein wunderbarer Innenhof mit Kunst und Café.

Durch den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen hat die Kunstsammlung des Museums stark gelitten und es ist schwierig, die frühere Bedeutung zu erlangen. Deshalb war der Kurator der Ausstellung

 
mIt Werken der französischen Moderne aus der Winterthurer Sammlung Villa Flora sehr erfreut, diese nach Halle zu bringen. In Winterthur wurde die Villa vor zwei Jahren aus Kostengründen geschlossen.

Die Sammlung beinhaltet Werke von van Gogh, Bonnard, Valloton, Maillol, Rodin u.a.

Die Bilder sind sehr schön auf auberginefarbenem Untergrund präsentiert. Das bringt die Farben so richtig zum Leuchten. Skulpturen von Rodin sind auch zu sehen.

Im Obergeschoß sind auf einer Sonderfläche Grafiken und Holzschnitte von Felix Valloton, die beinahe japanisch anmuten.

Die Ausstellung läuft noch bis 11.9.2016.
  

Armausschnitt ohne Kochlöffel

Das Nähen habe ich mir weitgehend selber beigebracht, besitze zu dem Thema viele Bücher, zum Glück gibt es heute das Internet, das bei Problemen hilfreich ist. Doch alles wird da nicht gezeigt. So grübelte ich bei der Anleitung von LMV Kleid Hanna , wie nach der Anleitung die Armausschnitte versäubert werden.

 

Die werden nämlich ohne Zuhilfenahme des von Burda bekannten Kochlöffels bei bereits geschlossener Schulternaht (!) gearbeitet.

Die Seitennähte von Kleid und Futter sind dann noch offen und werden später in einem Rutsch geschlossen.

Die Verarbeitung des Belegteils oder Futters geht so vonstatten, das zuerst Oberstoff und Futter nur am Halsausschnitt rechts auf rechts gesteckt und genäht werden, die Nahtzugaben ggf. einkürzen und einknipsen.

Diese Methode für den Armausschnitt funktioniert nur bei nicht zu schmalen Trägern. Bei sehr schmalen Trägern muß wohl über die Schulternaht geschlossen werden…mit Kochlöffel.

Am Anfang beim Lesen der Beschreibung stand ich auch davor und habe es nicht begriffen, doch dann ging mir ein Licht auf, was LMV meint mit „Durchgreifen“.

Die Nahtzugaben der Armausschnitte bügelte ich jeweils um 1 cm um, damit ich eine Orientierung habe, legte sie rechts auf rechts aufeinander und bügelte nochmal fest drüber Dann griff ich wirklich von unten her in das Kleid nahm ein Stück dieser beiden  Nahtugaben mit den Fingern an der mir höchstmöglichen Stelle, zog sie raus auf links, steckte da ein zwei Nadeln um die Nahtzugabe zu fixieren und konnte nun den Armausschnitt an der Seite beginned quasi von unten zunähen bis fast an die Schulter. Auf der Rückseite genauso.

Der Vorteil ist, dass bei dieser Verarbeitung eine sorgfältige Innenversäuberung gewährleistet ist, denn sogar der rückwärtige Beleg ist mit Maschine am Reißverschluß befestigt, und sieht sauber aus, das hatte ich nicht oft.

 

 
  
Um beim Nähen bis zur Schulternaht zu kommen, ist es manchmal etwas knifflig, weil ja immer mehr Stoff in diesen recht engen Tunnel gezogen wird, wie Preßwurst…aber egal…ich habe es geschafft und mir fiel ein, dass ich dieser Methode schon einmal begegnet bin…bei Mia Führer „Das kleidet“.

Hier das bis auf den Saum fertige Kleid.

  

  Stoff: maybachmarkt Berlin

   Einlage für Beleg: Wollflies von Yavas/Schillerstr.
 

KANG’s Korean kitchen

Vor einiger Zeir hatte ich ja berichtet, dass sich auch die Windscheidstr. über die Kantstraße hinaus in Richtung Pestalozzistraße und Sophie Charlotte Platz verändert.

Seit 15 Monaten gibt es in Hausnummer 12 neben der Textildesignerin Cankova das Koreanische Restaurant Kang’s.

  
  
In dem Lokal werden Gerichte mit Gemüse angeboten und es wird in kleinen gußeisernen Töpfen zubereitet und serviert. Ich probierte Bibimbab und es war lecker. Hier kann man gut und lecker essen.

  

Die koreanische Küche ist in Berlin auf dem Vormarsch. Es soll mittlerweile etwa 80 Lokale geben in Neukölln, Kreuzberg und Prenzlauer Berg, die Bibimbab und Kimchi anbieten.

Die Namen dieser Gerichte sind unterdessen sehr bekannt und das hat mit dem Trend zu Veganer Ernährung zu tun.

  

Kunst und Musik in Schmargendorf

Schmargendorf ein Ortsteil von Wilmersdorf ist mit kulturellen Veranstaltungen nicht sehr gesegnet. Das liegt an der Bebauung und der Nähe zum Grunewald.Es gibt Kirchen in denen ab und zu ein Jazzkonzert oder ähnliches veranstaltet wird. Aber sonst…kein Kino….

Da verwundert es sehr, dass die Galerie Artist Homes sich seit ein paar Monaten am Hohenzollerndamm 120 in einem ehemaligen Luftschutzkeller etablieren möchte.

Ab und zu finden hier klassische Konzerte , aber auch Jazzkonzerte statt und auch Ausstellungen moderner Kunst. Den Raum kann man auch für Veranstaltungen mieten, siehe Homepage der Galerie.

Von außen wirkt es sehr unscheinbar und ich habe auch eine Weile gebraucht, um mitzubekommen, dass es diesen Ort überhaupt gibt. Von weitem sah der Eingang aus wie ein Fahrstuhlschacht.

  
Die Homepage findet man auf dem Schild.

Heute am 3.8.16 findet eine Vernissage moderner Kunst mit Konzert statt um 18.00 Uhr, Eintritt frei…Spende für die Fortführung des Projekts erbeten.

Hier noch Eindrücke von den Innenräumen

 

 
  
  
  
  
Auch sonst gibt es hier Ausstellungen koreanischer Künstler.

Die ungewöhnlichen Räume können auch für verschiedene Events angemietet werden.

  

Kleid Hanna LMV…probekleid

Für einen besonderen Anlaß benötige ich ein Kleid…jedenfalls hat sich bei mir diese fixe Idee entwickelt und so brüte ich schon einige Tage über dem Kleid Hanna aus der belgischen La maison Victor.

  
 

Ich werde erstmal ein Probekleid fertigen. Die Weite des Rocks gefällt mir  und das Oberteil hat einen schönen Ausschnitt.

Hier ist schon mal der Rock

 

Ich hatte erst Bedenken, dass er in Größe 40 zu eng sein könnte, gab in der Taille etwas zu, doch jetzt ist er mir zu weit. Wahrscheinlich beinhaltet der Schnitt genügend  Mehrweite und ich sollte mich doch an das Tabellenmaß halten.

Nach der Anleitung von LMV  wird das obere Vorderteil zuerst an das vordere Rockteil genäht, die Rückenteile des Kleides ebenso. Erst später schließt man die Seitennähte komplett. Das kannte ich auch noch nicht, meine aber dass ich mir dann mit dem Schnitt und der Paßform schon sicher sein muß. Werde also den Rock, der mit großem Stich genäht ist, wieder auftrennen.

Den Stoff habe ich schon länger und zum Glück recht viel…selbst wenn ich mich irgendwo vertue, ist noch genug da. 

Hier sieht man schon den Zuschnitt vom Oberteil, das ich um 1 cm gekürzt habe wegen meiner kurzen Taille. Bald geht es weiter.

  

Bei dem rechten Schnittteil habe ich wohl den Winkel nicht richtig getroffen, die änderungslinie müsste im rechten Winkel zum Fadenlauf sein. Doch bei einem Streifenkleid kann das ja ein gewollter Effekt sein.

Versäuberung der Oberteile mit Overlockfuß

 

 
Die Anschaffung dieses Fußes habe ich nicht bereut.

Jetzt bin ich schon weiter….Oberteil und Rückenteil an die Rockbahnen genäht, Seitennähte geschlossen, wobei ich meine unnötigen Weitenzugaben einfach ignoriert habe.

  Nach einer ersten Anprobe allerdings noch ohne Reißverschluß sitzt es schon ganz  gut.

Bei dem  Probekleid habe ich auf eine Dopplung des Oberteil verzichtet, fertigte nach dem Schnittmuster einen Beleg für den Halsausschnitt und die Armauschnitte versäuberte ich mit Schrägband, so dass es noch einen netten Streifeneffekt gab. So gut ist mir auf Anhieb kein Kleid geraten….ein Lob auf La maison Victor….

  
  

Da das Probekleid so gut passt, nahm ich gleich das Richtige in Angriff, werde mich hier aber strikt an die im Heft beschriebene Anleitung und Reihenfolge der Arbeitsschritte halten.