Kaffeekannenhaube „british style“

Von einem Taschenprojekt hatte ich noch einen kleinkarierten weichen Baumwoll- Stoffrest in lila und einen Blümchenstoff in orange. Eigentlich wollte ich davon vor ein paar Wochen noch einmal eine Teekannenhaube nähen. Doch sie fiel leider zu eng aus… was nun?

Auf dem Blog von Handmade Kultur, der neuen DIY-Zeitschrift entdeckte ich eine Kaffeekannenhaube, die aus drei Teilen genäht ist und das war die Lösung. Bei meiner Teekannenhaube trennte ich einfach eine Seitennaht wieder auf. Aus den restlichen Stoffen „bastelte“ ich mir noch mal ein Schnittteil zurecht: Oberstoff, Wattierung und Futterstoff  zusammennähen und fügte dies nun ein und schloß die Nähte. Am unteren Rand versäubert ich alles mit orange-geblümten Schrägstreifen…und jetzt wird der Kaffee garantiert nicht kalt. Die Schlaufe oben wird einfach in der Naht mitgefasst.

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Mini-Franzbrötchen zum Sonntagsfrühstück

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Heute an diesem schneeigen Sonntag war es endlich soweit. Der Weg zum Bäcker ist gar nicht verlockend, also ran an den Herd und Franzbrötchen gebacken, und zwar ganz kleine:

Grundteig:

250 g. Mehl Typ 550, 1/2 Würfel Hefe, 100 ml lauwarme Milch, Salz, 40 g Zucker, 40 g weiche Butter, 1 Ei

Zum Auswallen: zusätzlich 50 g. eiskalte Butter

Füllung: 50 g Zucker, Zimt etwas zerlassene Butter

Aus dem Grundteig einen Hefeteig kneten, wie üblich (s. a. Rezept Hefezopf). Den Teig in eine Schüssel tun, mit Folie abdecken und am besten oben auf den Küchenschrank stellen und ca. 30 Minuten gehen lassen. Dann aus der Schüssel rausnehmen, zu einem Rechteck auswallen und wie folgt weitermachen:

Auf eine Hälfte des Teiges ca. 50 g sehr kalte Butterscheibchen verteilen, dabei den Teigrand  auslassen. Die unbedeckte Teighälfte überklappen und mit dem Wallholz ein paar Mal drüberrollen und die Teigplatte wieder glattrollen, evtl. diesen Vorgang wiederholen.

Danach wird die Teigplatte auf ein Blech gelegt und kurz im Kühlschrank kaltgestellt.

Unterdessen etwas Butter in einem kleinen Kochtopf zerlassen. Die Teigplatte wieder aus dem Kühlschrank holen, mit etwas kaltem Wasser einpinseln, mit zerlassener Butter einstreichen, Zimtzucker drauf verteilen, von der langen Seite zu einer Rolle aufrollen. Diese wird in Scheiben geschnitten. Die Scheiben werden mittels eines bemehlten Kochlöffelstiels von oben quasi gequetscht, damit die Füllung aus den Scheiben seitlich etwas hervorquillt. Das sorgt später im Ofen dafür, dass der Zucker schön karamellisiert.

Nun die Franzbrötchen im Ofen bei ca. 180 bis 200 Grad ca. 15 Minuten backen. Ab und zu mal nachschauen und evtl. nochmal etwas restliche flüssige Butter und Zucker drübergeben. Wenn sie eine schöne Farbe haben sind sie fertig.

Ich habe gleich ein paar im Rohzustand im Tiefkühler eingefroren. Dann habe ich beim nächsten Sonntagsfrühstück nicht so viel Arbeit.

Guten Appetit!

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Das Aufbacken der Brötchen habe ich ein paar Wochen später ausprobiert und ist einfach. Brötchen aus dem Tiefkühler nehmen, etwas auftauen lassen und dann einfach ganz normal   bei 180 bis 200 Grad im Ofen ca. 15 Minuten backen.

Shopper aus Ikea-Stoff selber nähen

Vom letzten Sommer hatte ich noch einen Stoffrest eines großgeblümten Ikea-Dekostoffs. Das Buch von Miriam Dornemann aus dem Topp-Verlag: “ Meine Tasche mein Design“ habe ich schon länger und mich reizte die Shopper-Tasche auf Seite 30, die man  auch mit  Aufhängern für einen Trageriemen nähen kann.  Dieser wird mit kleinen Karabinerhaken an den Ösen befestigt. Hier ist das Ergebnis:

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Die Öse für den Trageriemen wird beim Nähen der Seitennaht in Form eines schmalen kurzen abgesteppten Stoffstreifens mitgefasst.

Den Trageriemen  habe ich  aus naturfarbenem Gurtband genäht und mit Karabinerhaken befestigt (gibt es in Schlüsselläden). Dann kann ich die hübsche Tasche beim Einkaufen auch umhängen.

Den Trageriemen kann man natürlich auch aus dem gleichen Stoff nähen und mittels einer eingearbeiteten Schnalle wird er auch verstellbar in der Länge, was manchmal ganz praktisch ist. Also viel Spaß beim Ausprobieren. Über Fotos anderer Exemplare freue ich mich.

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 Weitere Kreativ-Ideen gibt es unter anderem beim Blog Bastelschaf aus Hamburg.

Ringelmütze mit kleinen bunten Streifen

Beim Kramen in meinem Wollkorb fand ich noch ein paar graue, blaue, grüne und weiße Wollknäuel und wie das so ist, in Berlin sieht man oft in der S-Bahn die schönsten Mützen auf fremden Köpfen und das gab mir eine Inspiration: Ich werde eine hellgraue Mütze glatt rechts stricken und darin gibt es ein  paar Runden in blau, grün und weiß, die sind links gestrickt, damit sie sich plastisch hervorheben und das  geht so:

Meine Wolle (teilweise graue  Merinoreste und bunte Quick-Socks-Reste von Wolle-Rödel) waren für Nadelstärke 4- 5 geeignet und ich habe eine kleine Rundstricknadel Nr. 5 benutzt. In hellgrau schlage ich 88 Maschen an, schliesse zur Runde  und stricke für das Bündchen 2 rechts, 2 links im Wechsel 10 Runden. Danach nehme ich gleich 10 Maschen zu, und zwar gleichmässig  über die Maschen verteilt aus dem Querfaden, ergibt 98 Maschen und stricke glatt rechts weiter über 7 Runden. Dann wechsele ich auf die Farbe blau und stricke die erste Runde  in dieser Farbe noch glatt rechts, die nächste Runde dann links und die darauffolgende wieder glatt rechts. Nun wechsele ich wieder auf hellgrau und stricke 7 Runden. Jetzt stricke ich mit Farbe grün weiter, und zwar wieder so, wie bei den blauen Runden beschrieben. Dann wieder 7 Runden hellgrau und mit weißer Wolle wieder wie bei blau und grün beschrieben . Nach der Farbe weiß dann noch ein paar Runden hellgrau. Durch das Stricken der linken Runden in  einer anderen Farbe heben sich diese besonders hervor. Die Mütze mal zwischendurch anprobieren, ob sie hoch genug ist. Natürlich vorsichtig, damit keine Maschen fallen und dann mit den Abnahmen beginnen. Das mache ich auf einem Nadelspiel: Die 98  Maschen gleichmässig auf 4 Nadeln abstricken und am besten gleich auf der 1. Nadel mit den Abnahmen beginnen. Ich habe jeweils die ersten beiden Maschen und die letzten beiden Maschen einer Nadel rechts zusammengestrickt, und zwar in jeder Runde. Man kann es aber auch anders machen.

Mit dem Farbübergang habe ich normalerweise keine Probleme. Ich stricke die Runden immer exakt zu Ende  und man bekommt Übung darin, dase Rundenende zu erkennen; wer damit Mühe hat, kann sich ja so eine kleine bunte Plastikklemme zum Markieren der Runden befestigen. Die gibt es im Kurzwarenhandel.

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Ich bin sehr zufrieden mit meiner „Resteverwertung“.

Stricken bei Ikea-Spandau im April

Durch einen der zahlreichen Blogs über Handarbeiten und über einen Tip einer Frau beim morgendlichen S-Bahnfahren hatte ich kürzlich erfahren, dass es bei Ikea-Spandau einen Stricktreff geben soll. Und am Samstag, den 9. Februar 2013 war es wieder soweit:

Als ich oben in das Ikea-Café kam dachte ich erst, ich hätte mich verhört, denn nirgendwo an den Tischen war ein Strickzeug zu sehen, doch beim Umherschweifen konnte ich hinten am Fenster nicht die ca. 40 Frauen unter den großen Ikea-Lampen übersehen, die dort fleissig die Stricknadeln bewegten. Ich selbst hatte gerade eine graue Ringelmütze in Arbeit, bei der ich ein paar farbige Wollen verstricken wollte und stand kurz vor den Abnahmen, die mir aber  nicht so geläufig sind, weil ich Mützen nur gelegentlich stricke. Mit einer älteren netten Dame kam ich ins Gespräch: Sie strickt am Liebsten mit einer Strickmaschine und hatte als Muster eine sehr schöne Mütze mit Ohrenklappen  und einem alten Knittax-Muster dabei. Schliesslich gab sie mir zu den Abnahmen meiner Mütze ein paar Tips und ich wurde bald fertig. Leider hatte ich an eine Nadel zumVernähen nicht gedacht. Doch das ist bei diesem Stricktreff alles kein Problem. Ich hörte ein bißchen herum und eine der Strickerinnen, mit Werkzeug bestens ausgerüstet, lieh mir eine Nadel und eine Schere.

Stricken bei Ikea Spandau macht Spaß!  Man sieht hier ganz unterschiedliche Projekte: Stricken mit Zöpfen, Socken stricken, sogar zwei Socken gleichzeitig auf einer Rundstricknadel (!), Loop- und Möbiusstricken, Stolen in Lace-Technik aus ganz dünner Wolle und Frau/Mann kann sich hier jede Menge Tips über Wolle, Einkaufsquellen und Anleitungen holen und sich austauschen. Einer Frau konnte man sogar beim Wolle spinnen zuschauen und geklönt wird natürlich auch.

Das nächste Treffen soll am 13.4.2013 um 14.00 Uhr  sein. Ich sah viele glückliche Gesichter. Der RBB hatte kürzlich auch über Stricktreffs berichtet und man kann es sich in der RBB mediathek (19.01.13) vielleicht noch anschauen.

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Die Termine für das Stricktreffen kann man auch bei elfenwolle.de und http://tinassoeckchen.wordpress.com/ ersehen.

Aus aktuellem Anlaß: Der RBB wiederholte kürzlich (Januar 2014) seine Sendung und es gab anscheinend viele Interessierte, die meinen Blog anschauten. Der nächste Ikea-Stricktreff soll wohl am 8.2.2014/ab 14.00 Uhr  stattfinden. Am besten mal ausprobieren und selber schauen, wie es da zugeht.

Stricken ist voll im Trend und da verwundert es auch nicht, dass es neue Wollfgeschäfte gibt, u. a.in Berlin-Charlottenburg das Wollschlößchen, ein Wollfundus mit vielen Qualitäten.

Lancelot Kafferösterei und Café in Berlin-Wilmersdorf

Immer auf der Suche nach einem guten Kaffee geriet ich kürzlich in eine ganz andere Richtung. Schmargendorf gilt ja nicht gerade als trendige Ecke und wirkt etwas bieder. Doch auch dort sind „Perlen“ vorhanden. In der Hundekehlestr.38   /Ecke Warnemünder Str. 29 (Kreuzung Breite Straße) befindet sich das kleineDSCF0885

Café Lancelot, ein sehr hübsch eingerichtetes kleines Café. Die Inhaberin röstet den Kaffee selbst und es gibt  eine Auswahl Bohnen zum Verkauf – gemahlen und ungemahlen. Auf den Tüten wird eine kleine Gebrauchsanweisung angegegeben, für welche Zubereitungsart sich die Bohnen eignen – sehr sympathisch.Der Kuchen wird selbst gebacken (ich probierte Käsekuchen) und ich stelle fest, dass ich wieder einen kleinen Ort zum Entspannen gefunden habe:

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Im Frühjahr kann man auch nett draußen sitzen, doch das ist noch eine kleine Weile hin. Die Ecke ist übrigens „gefährlich“, denn gleich nebenan in der Warnemünder Str.29 gibt es auch noch ein Geschäft für Wolle: „Holz-Wolle“ – doch darüber bald mehr.

Nachsatz: Die Kaffeerösterei Lancelot ist im August 2014 umgezogen nach Berlin-Wilmersdorf, Sigmaringer Str. 30. Dort gibt es weiter die guten Kaffeeangebote. Vorbeischauen lohnt sich. Es ist wieder ein ganz anderer Kiez in Berlin. Die Räume Ecke Warnemünder Straße stehen – für mich unveständlich – seitdem leer!