The Little Black dress…Famous Frocks

Vor Weihnachten sah ich bei Thatcher’s das schöne Buch „The Little Black dress..Famous Frocks“ von Dolin Bliss O’Shea. Und obwohl es in englischer Sprache ist habe ich es mir gegönnt.


 Darin werden einige Modellkleider berühmter Frauen vorgestellt…Audrey Hepburn, Grace Kelly, Kate Moss, Angelica Huston, Liza Minelli….Lady Diana….teilweise mit Variationen.

Das Buch hat eine sehr schöne Gestaltung und und gute Anleitungen…das tolle ist,.dass die Schnittmuster mit mehreren Bögen in einem extra Fach dabei sind. Die Modelle sind eher für kleine Frauen mit einer Größe von 1,60 bis 1,68 m.

Mich reizte das Etuikleid Diana. Von der englischen Anleitung war ich anfangs abgeschreckt,.doch ich stelle fest, dass ich die Nähanleitung genauer anschaue, wenn ich sie erst übersetzen muss….was bedeutet allowance…staystitching usw. Zum Glück gibt es aus dem Internet schnell Übersetzungshilfe….einfach Nählexikon englisch bei Google eingeben und schon finde ich eine gute Seite.

Ich habe jedenfalls schon mal angefangen..

Etuikleider habe ich schon einige genäht…ich glaube dies ist mein 4. oder 5. und doch ist jeder Schnitt wieder eine Herausforderung. Dieser Schnitt ist bei den Prinzessnähten sehr kurvig und ich muß sehen, das Vorderteil und die Seitenteile gut aneinander zu bringen. Das ist etwas knifflig.

Mein Oberstoff ist aus dunkelblauer Wolle und relativ dünn mit eingewebten feinen Streifen. Das Kleid muss ja nicht schwarz sein.

Hier bin ich schon weiter gekommen….der Schnitt enthält…für mich ungewohnt schon eine Nahtzugabe. Und das mittlere Teil des Kleides war auf dem Schnittbogen länger. Den Grund fand ich nicht raus.

Da ich das Kleid füttern muß…der Oberstoff ist sehr dünn habe ich mich entschieden einen Beleg an den Halsausschnitt zu nähen. Das sieht dann hoffentlich als Abschluß sauberer aus.

Jetzt komme ich schon zu den Armausschnitten….hier habe ich keinen Beleg oder Schrägstreifen angenäht… mal sehen, ob das klappt. Nach einer Anleitung aus „Das kleidet“ von Mia Führer soll man einfach in das Kleid reingreifen…die Nahtzugaben von Oberstoff und Futter  sind links auf links, dann ein Stück auf rechts kippen, rausziehen und dann stecken und aneinandernähen….anfangs war das für mich schwer begreiflich, wenn man kein Bild von diesem Vorgang hat. Doch es funktioniert.

Die Seitennähte werden erst ganz am Schluß genäht. Auf diese Weise wird es auch möglich das Futter des Kleides mit der Nähmaschine am Reißverschluß festzunähen.

Nach einer Anpassung an den Seitennähten…ich hatte die bereits im Schnitt enthaltene Nahtzugabe nicht ausreichend berücksichtigt…das Kleid war erst einmal etwas zu weit…ließ es sich gut fertig nähen und sitzt erstaunlich gut. Sogar im Rücken steht der Halsausschnitt nicht ab, sondern liegt gut an.

Schal im falschen Patent

Es ist ja immer noch kalt und der Winter ist eine schöne Zeit fürs Stricken.

Aus einer dicken grau melierten Wolle will ich einen Schal stricken und fand hier eine gute Anleitung bei Bastelschaf, eine Seite die ich sehr gern anschaue.


Von der Wolle habe ich 300 g und stricke mit Nadelstärke 6. Ich hoffe es reicht…sonst werd ich mir einer kräftigen Kontrastfarbe ergänzen..

Die angeschlagene Maschenanzahl ist 31 und ich stricke immer 2 rechts 2 links und die letzte Masche so, wie es in der Musterfolge erforderlich ist…gar nicht schwer.

Das Schöne an diesem Muster ist, dass es wohl nicht mehr Wolle verbraucht als beim echten Patentmuster und dennoch griffig ausfällt.

Nach 2 gestrickten Knäuel sieht der Schal schon so aus….eher was für Jungs?!

Kosmetiktasche aus Resten

Der Beitrag von Undiversell über die kleinen Kosmetiktaschen hat mir keine Ruhe gelassen.

Also habe ich gleich nach Stoffresten geschaut und davon habe ich ja eine Menge.

Jeansstoff für den Boden….geblümten Stoff von meiner Tischdecke…passende Vlieseline H  680 hatte ich auch und einen Kleinen blauen Reißverschluß…für das Futter einen leinenartigen Gardinenrest


Hier ist die Seitennaht noch offen und das Futter fehlt.



Innen habe ich noch ein kleines Fach für Lippenstift und Co. eingenäht.

Ansonsten habe ich mich an dem Muster von Undiversell orientiert…nur das ich kein SnapPap verwendet habe, sondern Jeansstoff.

Fazit: Bin ganz stolz auf mein neues Täschchen…beim Reißverschluß muß ich noch ein bißchen üben…und den doppelt genommenen Stoffstreifen für die Innentasche werde ich beim nächsten Mal breiter zuschneiden….dann kann er mit den Seitennähten mitgefasst werden.

Sofakissen aus Wollstoff mit Bommeln

Ja beim Nähen gibt es immer Reste und ich weiß nicht immer, was ich damit noch anfangen kann….doch für einen dunkelblauen Wollstoffrest hatte ich eine Idee.

Für ein neues Sofakissen bastelte ich mit Hilfe des Prym Bommelsets 4 rote Bommeln.



Bei meinem Wollstoffrest Größe Ca. 105 x 30 cm nähte ich in die Seite einen 25 cm langen Reißverschluß ein. Das Stoffstück hatte ich nicht zerschnitten…so habe ich nur eine Seitennaht mit dem Reißverschluß. Im Internet gibt es viele Videos für das Einnähen von Reißverschlüssen…ich denke, das muß ich hier nicht erklären.

Die Bommeln band ich mit ziemlich  festem Küchengarn zusammen, ließ die Enden ruhig lang, damit das haltbar ist. Die Bommeln werden dann sehr knapp von rechts an die Ecken des Kissens gesteckt und beim Schließen der Nähte mitgefasst. Die Schnüre schauen dann links raus. Sollte das Schnürchen auf der rechten Seite noch vorgucken, kann man ja später von innen kräftig ziehen, dann rückt sich die Bommel zurecht.



Bin jetzt sehr stolz auf mein neues royalblaues Kissen und habe nebenbei auch noch Wollreste verbraucht.

Bolero aus Seidenstrickstoff

Bei Hüco hatte ich vor einiger Zeit einen cremefarbenen groben Seidenstrickstoff  erworben, ohne genau zu wissen, was daraus werden soll!

Nun geht es auf Weihnachten zu und es kommen festliche Gelegenheiten, da brauche ich für mein neues ärmelloses Kleid aus einem Wolle Kaschmir Mix eine Stola oder besser so ein Bolero Jäckchen. Nachdem ich im Internet etwas geforscht habe fand ich eine super Anleitung bei Kleine Kleinigkeiten und meine, die auch früher schon gesehen zu haben.


Bei diesem schönen Strickstoff wollte ich nicht so viele Nähte haben, die sich womöglich Wellen.

Stoff hier bereits doppelt gelegt und zugeschnitten.
Man braucht ein Stoffstück von Ca. 60 – 80 cm Höhe und 120 cm Breite je nach Körpermaß….ich wollte es lieber nicht zu kurz. Ich machte es mir einfach ….legte mir meinen Stoff doppelt, maß mit Hilfe von Maßband und Linealen ab und schnitt das aus. Für die Aussparungen an den Ärmeln fertigte ich mir aus Papier ein 20 x 20 cm großes Schnitteil zurecht, steckte es auf dem Stoff fest und schnitt die Aussparungen an beiden Seiten aus. Jetzt müsste ich nur die Ärmel und Seitennähte schließen und die Kanten versäubern. Ein sehr schnelles Projekt und so einfach. Den Ärmel könnte man, wenn man ihn schmaler haben will etwas abschrägen beim Zuschnitt.

Später wird einfach alles gewendet und Frau schlüpft in die Ärmel….voila.

Den Strickstoff nähte ich mit dem sogenannten Overlockfuß…kommt beim Ergebnis aber wohl nicht an eine echte Overlock heran.

Rock kopieren

Es gibt im Kleiderschrank immer Lieblingsteile…die passen gut…doch leider halten Sie nicht ewig.

Wie gut, dass ich Swantje Wendts Buch „Doppelgänger im Schrank“ im Bücherregal habe,das half mir gut beim Kopieren eines schwarzen Rocks….der Neue wurde rot



Zuerst steckte und markierte ich die vordere Mitte…das Schnitteil für das Vorderteil und das Rückenteil ist ja nur 1/2. Der Rock hat vorne schräge Taschen, also musste ich auch ein  Schnitteil für den Tascheneingriff und eins für die Tasche kopieren.Dies sieht man ja oft auch bei Hosenschnitten. Kopiert habe ich mit Hilfe eines zackigen Rädchens, Bleistift, Kreide und Packpapier. Unter den alten Rock das Packpapier legen und die Schnitteile des Rocks durchrädeln, später mit Bleistift die Nahtlinien markieren, Nahtzugaben und Markierungen nicht vergessen.

Da das Vorderteil zwei kleine Falten hat, habe ich die Tiefe ausgemessen…in diesem Fall  2 cm und das Schnitteil von der Taillenlinie beginnend bis fast zum Saum eingeschnitten und um 2 cm für die Falte verbreitert, dann Papier druntergeklebr und an der Taillenlinie die Position der Falte markiert. 

Beim Rückenteil muß man beachten, die Position des Reißverschlusses zu markieren und bei allen Schnitteilen eine Nahtzugabe von 1 cm anbringen. Beim Saum gab ich lieber 4 cm zu, weil der Originalrock recht kurz war. wichtig ist auch,auf den Schnitteilen den Fadenlauf zu markieren.


Schnitteile mit Markierungen und Nahtzugaben und Zackenrädchen

Am besten die Schnitteile aufeinanderlegen und prüfen, ob sie aneinanderpassen. Beim Durchrädeln kann es zu Ungenauigkeiten kommen. Das merkte ich beim Nähen, als dann an manchen Stellen Stoff überstand….schlechter wenn er fehlt!

Das Vorderteil und das Bundvorderteil werden im Stoffbruch zugeschnitten, die Rückteile bei doppelter Stofflage entsprechend dem Fadenlauf.

Da mein Stoff…ein roter plüschiger Wollstoff recht dick war, nahm ich für die Innenseite des Bundes lieber roten Futterstoff, den ich mit Vlieseline verstärkt habe. Normalerweise macht man das wohl umgekehrt…was soll’s.

Nähschritte brauche ich wohl nicht zu erwähnen…oder?

In „Liebe auf den ersten Stich“ von Tilly Walnes ist sehr gut und mit Bildern erklärt wie ein Rock mit Bund genäht wird .


Über das Futter war ich mir erst unklar…ließ das später weg…doch wie bekomme ich für den Bund einen sauberen Abschluss? Den inneren unteren Bundrand fasste ich mit einem 4 cm breiten Schrägstreifen aus Futterstoff ein, bügelte den Bund dann kräftig nach innen und steppte dann alles exakt in der Bundnaht fest.

Rock von innen
Gesäumt habe ich den Rock einfach mit einem engen Zickzackstich.

Voila..ein neues Lieblingsteil ist entstanden.

Wäschebeutel aus Bluse

Vor ein paar Jahren probierte ich, eine gestreifte Bluse zu nähen…und wenn ich sie heute anschaue, sehe ich viele Fehler…und nach dem Besuch eines Nähkurses, hoffe ich, dass ich heute genauer bin. Viel getragen habe ich die Bluse nicht…doch sie ist aus keinem billigen Stoff.


Irgendwo sah ich ein Buch über das Recycling von Sachen…und aus der Bluse mache ich jetzt einen kleinen Wäschebeutel.

Hier habe ich den Kragen schon abgetrennt…die Abnäher entferne ich auch wieder.


Wahrscheinlich wird der Beutel etwas kleiner als in der Anleitung..oder ich muß an den Seiten anderen Stoff ansetzen. Der Kragen gefällt mir noch ganz gut. Vielleicht kann ich den dekorieren und einfach so tragen. 

Der Plan sieht vor, dass die Knopfleiste der Bluse geschlossen wird, im oberen Teil näht man vorne und hinten Stoffstreifen mit einer Breite von etwa 8 cm als Tunnel für ein Zugbändchen auf…die Seiten und der Boden werden rechts auf rechts zugenäht.

Das gleiche kann man natürlich auch mit anderen ausrangierten Herrenhemden und Blusen machen..da hat man mehr Stoffbreite zur Verfügung.

Wenn ich weiter gekommen bin, mache ich noch Fotos.

Perlmustermütze in Rot

Bei mir ist an Mützen kein Mangel…doch wenn ich so schöne Rote Wolle sehe,kann ich nicht anders…. auf der Seite von Brigitte fand ich eine Anleitung für eine Mütze im Perlmuster in Größe S/M/L, meine aber, dass ich sogar die Anleitung aus einer früheren Beilage besitze.


Die Mütze hat ein breites Bündchen 2 M re2M li über 14 R das eher eng am Kopf sitzen soll…dann strickt man bis Ca. 18 cm Höhe das Perlmuster 1 M re 1 M li in jeder Reihe versetzt.

Angeschlagen habe ich 44 Maschen auf einem 7er Nadelspiel und nach dem Bündchen wird 1 M zugenommen. Das entspricht Größe S.

Jetzt stricke ich erstmal und komme später zu den Abnahmen…ansonsten mal bei Brigitte schauen….

Meine Wolle hat eine Lauflänge von 100g/100m und ich stricke mit nadelstärke 7.

Jetzt sieht sie schon so aus und ich hoffe, Sie weitet sich noch etwas…

Ich strickte dann bis zu einer Höhe von 16 bis 17 cm Höhe ab dem Bündchen…das reichte mir. Bei den Abnahmen strickte ich dann immer drei M re zusammen..1 R drüberstricken bis nur noch wenige M übrig sind…Faden durchziehen und fertig.

Die Hutmacherei Berlin

Hüte sind für mich wohl die neuen Schuhe. ..gerade in diesem Jahr habe ich wieder angefangen, mich für sie zu interessieren. Man sah dies ja an einigen Beiträgen auf meinem Blog und ich kaufte auch welche, 

Ich finde auch, dass mir Hüte gut stehen und oft geben sie der Garderobe den letzten Pfiff.

In Berlin gibt es ja vielleicht mehr Modisten als anderswo und doch freue ich mich über eine Neuentdeckung:


Julia Braaker eröffnete vor fast 1 Jahr die Hutmacherei Berlin in der Bismarckstr. 70 Ecke Fritschestr..nicht weit vom Sophie-Charlotte-Platz.  Mir ist das leider entgangen. Doch kürzlich ging ich vorbei und habe schon was aufprobiert und ihr Stil gefällt mir. Hüte in vielen Formen und Ausführungen….auch Mützen….




Für Hochzeiten und festliche Anlässe werden exklusive Faszinator angefertigt.


Schön, dass es so eine geschmackvolle  Hutmacherei in Charlottenburg gibt.

Seidenrock Hannah nach LMV

Auch wenn es schien, dass der Sommer zu Ende ist, kommen jetzt im September überraschend heiße Tage…in meinem Stoffvorrat hatte ich noch einen sehr dünnen Seidenstoff mit Blumenmuster…warum also bis zum nächsten Sommer warten?


So einen Stoff näht man am besten mit nicht viel Schnickschnack. Ich nahm einfach den Rockschnitt vom Kleid Hannah. Den RV verlegte ich in die Seitennaht. Habe also Vorderteil und Rückenteil jeweils im Stoffbruch zugeschnitten, die Nahtzugabe beim Rückteil weggelassen. Das Futter ist ein einfacher weißer Baumwollstoff und es wird oben am Rock rechts auf rechts angenäht…ohne Bund. Vorher habe ich noch Nahtband aufgebügelt. Das stabilisiert die Rundung etwas. Später merkte ich beim Tragen, dass der Oberstoff immer Richtung Bund hochrutscht und das Futter vorblitzr. Da steppte ich das Futter lieber knapp an der Nahtzugabe fest, dann wurde es besser.



In Neukölln in der Hermannstr. Ecke Flughafenstr. gibt es den gut sortierten Nähmaschinenladen von Yves Meckelburg. Frau Nahtzugabe hatte schon mal drüber berichtet.

Hier kaufte ich für meine Singer Tradition  einen Rollenfuß…gedacht für schwierige Stoffe…auch Seide näht sich damit prima.