Kleid Ocean II nach La maison Victor

Bei meinem blauen Viscose-Nähversuch traten Probleme beim Annähen der Armausschnittpaspeln auf. Das wurde leider noch nicht gesagt. Viskose neigt sehr zum Ausfransen und lässt sich schlecht trennen. Also erst mal auf Eis gelegt.

Dazu hatte ich jetzt keine Lust. Ich will ein neues Kleid…aber flott.

Zum Glück gibt es ja einen Stoffvorrat und da war das Richtige dabei:

  
Es ist eine dünne gechintzte Baumwolle sehr leicht und von weitem wirkt sie beinahe spitzenmässig. Ich habe ihn letztes Jahr in einer anderen Farbe genäht. Mein Plan ist jetzt, nur das Oberteil von dem Modell Ocean zu verwenden. Es gefällt mir gut wegen der Ausschnittlösung in Wickeloptik. Das macht keine Probleme wie oft bei runden Ausschnitten, die gern abstehen.

Das Rockteil ist mein bewährter weiter Rockschnitt nach der Anleitung von Gretchen Hirsch. 

Inzwischen bin ich schon weit gekommen und so ein verkorkstes Probeteil ist gar nicht schlecht, da sieht man worauf man achten muß. Die Schulterpartie habe ich stärker eingereiht…an beiden Seiten auf Ca. 8cm Breite. Das ging hier besser als bei der flutschigen Viscose.

  
Jetzt hoffe ich nur das Rockteil und Oberteil zusammenpassen und in die Seitennaht muß wohl noch ein Reißverschluss rein. Oder nähe ich doch erstmalig den Gummizug in der Taille?

Ja ja die Taille, die muß nun doch noch genauer angepasst werden. Auf dem Foto sieht es jetzt so aus,,sitzt aber noch nicht optimal.

Im Nähkontor bekam ich den Tip, das Kleid in der Taille etwas zu verschmälern und das Rückenteil habe ich etwas eingekürzt.

jetzt sieht es so aus und trägt sich bei dieser Sommerhitze sehr angenehm.

  
Den Schnitt Nähe ich noch einmal, ginge auch als Bluse, unten evtl. mit einem Beleg.

Kleid Ocean von La maison Victor

Angeregt durch den aktuellen Beitrag von Frau Nahtzugabe über viskose und die interessanten Kommentare hierzu machte ich mich sogleich daran, den Schnitt für das Kleid Ocean von La maison Victor zu kopieren, der mich schon eine Weile reizt.

Für das Modell wird zwar nicht ausdrücklich Viscose empfohlen, doch ich will es dennoch versuchen.

Bei dem Oberteil muß im Schulterbereich wieder eingereiht werden und mal sehen, ob es mir gelingt.

  
 

Wenn mein Stoff ausreicht werde ich das Rockteil evtl. Verlängern.

 

 

 Es ist übrigens immer wieder erstaunlich wie inspirierend diese Nähgemeinde wirkt. Ohne den Beitrag hätte mein Stoff noch länger vor sich hingedämmert.

Inzwischen habe ich nach einem Zwischenstopp weiter gemacht und nun sieht es so aus

    

Für mich würde ich beim nächsten Mal das Oberteil vorne und im Rücken etwas kürzen und den Rock proportional verlängern. Undicht werde keinen viscosestoff nehmen…fällt gut, ist mir aber zu flutschig. 

Burda-Style Bluse 124 Vichy Karo

Die Carmen Bluse aus dem burdaheft 6/11 hatte ich schon zwei Mal genäht. Einmal aus sehr dünner Seide und aus einem Baumwollbatist. 

  
An diesem Modell muß viel eingereiht werden, was mir nicht so liegt. Dennoch wollte ich es noch mal mit dem Schnitt versuchen, weil ich die Ärmel toll finde.

Ein schwarz/weißer Vichykarostoff vom Maybachmarkt schien geeignet und jetzt sieht die Bluse aus wie auf dem Foto im Burdaheft.

 

Um sie etwas zu dekorieren bezog ich noch einen Knopf mit einem Stück vom Kirschenstoff und nähte ihn an.

   
Beim Einreihen des Ausschnitts, der Ärmelbündchen und des Saumes nähte ich jeweils zwei Runden mit großen Stichen auf den Nahtzugaben,  zog die Unterfäden zusammen und reihte ein.

Das führte zu einem besseren Ergebnis.

Die Anleitung von Burda bezüglich der Länge der Schrägstreifen scheint fehlerhaft zu sein. Wenn man einreiht brauchen die doch nicht so lang zu sein?!

Leila Shirt aus La maison Victor

Aus dem neuen Heft von „La maison Victor“ nähte ich das Shirt Leila. Mein Stoff ist dunkelblau mit weißen Punkten und ich nahm die Größe 34. Das Futter ist weiß. Die Träger sind hinten überkreuzt und aus dem Oberstoff genäht.

Der Schnitt ist relativ einfach und ließ sich gut verarbeiten. Ich muß nur noch säumen. Das Shirt lässt sich gut mit einem Blazer kombinieren und passt gut zu einer weißen Hose oder Rock.

 

    
 

La maison Victor 3 Sommer 2015

Zufällig beim Zeitungshändler fiel mein Blick auf das neue Heft von „La maison Victor“ und ich konnte nicht widerstehen und kaufte das letzte Heft. Die Ausgabe hätte ich fast verpasst und das wäre schade. Es sind nämlich tolle Kleider drin, u. A. ein Bustierkleid mit weitem Rock, ein Jumpsuit, Shorts, Shorts für Männer, Kleidung für Kinder. Für jeden ist etwas dabei. Da ich im Frühjahr eine Wolljacke nähte,deren Schnitt kaum Probleme machte, bin ich infiziert und probiere gern was aus.

 
   
  
  
Mir Gefallen an dem Heft auch die Arbeitsanleitungen und Gestaltung der Schnitte. Die Schnitte sind teilweise auch für kleine Größen.

  
Es wird alles ausführlich mit kleinen Zeichnungen Schritt für Schritt erklärt und man kann Ober- und unterteilschnitte auch verschieden kombinieren,,z. B. Den Schnitt von dem Bustierkleid mit dem shortsschnitt usw.

Weiter Rock mit Kellerfalten nach Marc O’Polo

Ein schöner weißer Seidenrock lag länger mit einem Riß kaputt herum. Den Schnitt fand ich ziemlich interessant und mir ging schon länger im Kopf umher, wie ich so einen Rock nachnähen kann. Der alte Rock hatte ein schönes Baumwollfutter,das will ich mitverwenden und aus dem Seidenstoff nähe ich evtl. ein Tuch.

  
Erst mal habe ich bei dem Rock den Saum gemessen und stellte fest, dass der Rockschnitt aus zwei Stoffstücken besteht, die 111 cm breit und Ca. 59 cm lang sind. Diese sind in vorderer und hinterer Mitte zusammengenäht (hinten ist dann ein kurzer Reißverschluss eingenäht). Es gibt auf diese Weise also keine Seitennähte. Um die Hüftbreite zu erreichen sind vom Bund aus jeweils für Vorderteil und Rückenteil vier breite Kellerfalten vorgesehen, die von außen mit Ziernähten abzusteppen und zu verriegeln sind. Bei mir sind sie vom Bund gesehen 12 cm lang. Auf diese Weise sitzt der Rock dann im Hüftbereich eher eng am Körper während sich unten die Stoffbreite hoffentlich schön entfaltet. Oben kommt dann noch ein schmaler Bund dran und innen das weiße Baumwollfutter…wenn es denn passt.

Erst mal habe ich nicht begriffen, wie die Kellerfalten zu arbeiten sind ,doch jetzt ist es klar: Erst werden sie in der vorgesehenen Breite wie Abnäher gerade abgesteppt, dann die Falte von rechts und links flach gebügelt und schließlich mit der Zierstichnaht  von rechts versehen.

Den neuen Stoff habe ich übrigens ausgemessen und ohne einen Schnitt anzufertigen zugeschnitten, weil ich meine, dass ich mich bei diesen geraden Teilen  gut am Vorgängerrock orientieren kann, der ja gut passt.

 

   

Die Anordnung der Falten habe ich durch Stecken und Probenähen
 mit  großem Stich hinbekommen. Ob der alte Seidenrock irgendwo schräge Nähte hat, könnte ich nur durch Auftrennen feststellen. Das ist mühsam. Der Rock hat einen schmalen geraden Bund bekommen,wie in Gretchen Hirsch Rock a Bella beschrieben. Er sitzt jetzt fast perfekt und ist am Saum schmal 2 cm breit abgesteppt.

  

 

   
Es war ein interessantes Rockprojekt.

Glockenkleid Kirschenkind

Den tollen Stoff mit den Kirschen kaufte ich vor ein paar Monaten bei thatcher’s in Neukölln und mir war klar, dass daraus ein weiter Rock werden soll. Den Tellerrockschnitt, den ich schon hatte verschmälerte ich gleichmäßig um 10 cm von der Saumlinie in Richtung Taillenlinie, klebte den Schnitt mit Tesafilm wieder zusammen und los gings.

 

Der Schnitt wird im Stoffbruch zwei Mal zugeschnitten und hatte bereits Nahtzugabe an den Seitennähten und der Taillennaht.
  
  
  
Jetzt ist es eben ein Glockenrock. An dem Oberteil bastele ich noch rum. Es wird der Oberteilschnitt von Gretchen Hirsch aus Rock a Bella.

Nach dem Nähen lässt man den Rock am besten etwas aushängen.

Nach ein paar Tagen ging es dann mit dem Oberteil weiter und die Anpassung braucht etwas Zeit, hier der Zwischenstand:

  
Ausgehend von dem Schnitt in Größe 36 musste dieser dann doch in der vorderen und hinteren Mitte verkleinert werden, da alles zu weit war. Das benötigte einige Anproben, doch jetzt bin ich optimistisch.

Für das Oberteil musste noch ein Verbundener Arm-und Halsausschnittbeleg entworfen werden. Hier hatte ich mich früher immer gewundert, weshalb meine Belege so schmal ausfallen. Der Denkfehler: ich muss beim abpausen des Beleg -Schnitts am Armausschnitt beginnen, dann klappte es.

  

Hose oder Culotte?

Auf einigen Blogs wird zur Zeit viel über Culottes geschrieben – ein Mittelding zwischen Rock und Hose. In Burda-Style waren wohl Schnitte dafür drin und einige Näherinnen zeigten ihre Exemplare.

Doch auch  auf französischen Blogs scheint die Culotte ein Thema zu sein.

Den Koffer mit den Sommerkleidern hatte ich noch nicht ganz ausgepackt…sollte ich etwa im Besitz einer schwarzen Culotte sein??? Spät abends holte ich das Ding vor. Meine Culotte, wenn es denn eine ist, nähte ich vor ca. 2 Jahren aus einem schwarzen Leinenstoff von Tessuti.

Erst jetzt durch die neue Diskussion und die vielen Tragevorschläge auf verschiedenen Blogs wurde sie mir wieder schmackhaft gemacht und so zog ich sie gleich heute an und finde sie sehr tragbar und bequem…Rock oder Hose, dass ist hier die Frage.


Nach dem Schnitt müsste ich mal suchen, vielleicht kriege ich ja Lust auf ein weiteres Exemplar. Tragevorschläge gibt es z. B. Nahtzugabe, die Modeflüsterin , La couseuse u. a.

Interessant ist, dass ich gestern in Charlottenburg auf der Straße sogar Culottes sah.

Bleistiftrock Pan American Style

Bei Karstadt schlich ich eine Weile um einen hellblauen elastischen Stoff herum, bis mir eine Verkäuferin klar machte, dass ich für einen schmalen Rock keinen Meter brauche…sehr ermutigend.

An einem Bleistiftrock bastele ich schon länger rum,sah eine gute Anleitung bei  Fadenspiele, griff aber letztlich doch auf den Schnitt in Größe 40 von „Mein ganz persönliches Schnittmuster“ von Lee Hollahan zurück. Hiernach hatte ich schon mal einen Rock genäht in blauer gechintzter Baumwolle, der aber zu lang ausfiel. Damals hatte ich den Reißverschluß in die Seitennaht verlegt, was mir dann doch nicht optimal gelang. Heute kann ich den nahtverdeckten Reißverschluß schon viel besser einnähen.

Den Schnitt habe ich dann nach der Anleitung von Fadenspiele um den hinteren Schlitz ergänzt , im Hüftbereich  stark gekürzt und ineinander geschoben und überhaupt wurde mir nach deren Anleitung klarer wie so ein Rockschnitt funktioniert. Ich habe nämlich für vorne und hinten nur ein Schnittteil…wie praktisch. Der Gehschlitz wird beim Zuschnitt des Vorderteils einfach weggeklappt. Mein Schnitt hatte schon Nahtzugaben.

Die Abnäher die vorgesehen waren habe ich vorsorglich mit Knipsen und Stift markiert, denn der Schnitt von Fadenspiele, der wohl genauer auf die eigenen Masse abgestimmt ist hat keine.

 
Beim ersten anprobieren war der Rock im Taillenbereich etwas rutschig, so dass ich dann doch die Abnäher reinnähte.


Hinten habe ich tres chic einen weißen nahtverdeckten Reißverschluss eingenäht, echt Pan American Style. Wenn alles gut geht muß ich den Rock doch nicht füttern.

Nun kämpfe ich nur noch mit dem restlichen Stoff für den Bund und wie nähe ich den verdammten Schlitz? Ist der eventuell doch zu breit geraten?

Den geraden Bund entwarf ich nach der Anleitung von Gretchen Hirsch als langes gerades Schnittteil und nähte ihn dann innen von Hand an.

Bei Silberminze fand ich übrigens auch noch eine gute Anleitung für die Schnittgestaltung.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Strandtasche Burda Style 152

Manchmal ist es erstaunlich, dass ich ein Schnittheft seit Juni 2011 besitze und erst 2015 daraus eine Tasche nähe. Aber anderen geht es vielleicht genauso.

Von meinem Kleiderprojekt Burda 7113 hatte ich noch einen Rest und der reichte noch für den Oberstoff der Strandtasche:

  
Der Schnitt besteht nur aus 2 Teilen und ist schnell erstellt.

  
Für das Futter kaufte ich bei Karstadt einen cremefarbenen festen Futterstoff und den Stoff für die schwarz-weiß gepünktete Rüsche hatte ich noch vorrätig. Was soll ich sagen: Brigitte Bardot könnte neidisch werden. Tres chic.

  

  
 

Die Bambusgriffe gab es bei Idee, aber bei Da Wanda soll man sie auch bekommen.