Baskenmütze aus Alpaka-Wolle

Immerhin ist es jetzt nach der Umstellung auf Winterzeit wieder dunkler, wenn auch nicht kalt!

Trotzdem reizt mich die Auslage im Wollgeschäft und es fehlt ja immer eine Mütze in der „richtigen“ Farbe oder ?! Im Wollschlößchen sah ich eine tolle kamelfarbene Alpaka-Wolle, die im Ton prima zu meinem Mantel passt. Also losgelegt und eine Baskenmütze angefangen:

82 Maschen anschlagen mit Nadel 4,5 (kurze Rundstricknadel)  und ein 3,5 cm hohes Bündchen 1rechts/1 links stricken. Den Rundenanfang markiere ich mir mit einer stabilen Büroklammer, denn es geht nun mit Nadelstärke 5  im Perlmuster (1links/rechts imWechsel) weiter.

Doch um eine Baskenmütze zu stricken ist es erforderlich, dass nach dem Bündchen die Maschenanzahl durch Zunahmen aus dem Querfaden verdoppelt wird. Immerhin bin ich jetzt schon soweit gekommen:

DSCF2005Auf die Abnahmen in ca. 13 cm Höhe ab Ende des Bündchens bin ich schon gespannt!

Eine Höhe von ca. 11 bis 13 cm bis zu den Abnahmen halte ich für realistisch, aber am besten probiert man das am eigenen Kopf mal aus!

Wie das so ist, als ich die Mütze dann eine Weile getragen habe, hatte ich doch das Gefühl, dass das Kopfteil zu kurz geraten ist. Schließlich machte ich sie doch noch mal auf, strickte noch ein paar Reihen mehr , so dass ich doch ca. 200 g Alpaka-Wolle verstrickt habe.

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Im „Wollschlößchen“ ist übrigens am Donnerstagnachmittag Stricktreff. Vielleicht zeige ich meine neue Mütze da bald vor.

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Baskenmütze in weiß

Das Aufnehmen von Maschen aus dem Querfaden und dann verschränkte Abstricken fällt mir ziemlich schwer. Ich hatte schon darüber berichtet. Um eine Baskenmütze zu stricken ist es aber unerlässlich: Da müssen gleich nach dem Bündchen alle Maschen auf diese Weise verdoppelt werden. Da kann man sich hierin richtig einüben.

Nun ja ich nahm es auf mich und stricke gerade eine wollweiße Baskenmütze!

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Meine Wolle ist für Nadelstärke 6 – 7 geeignet und ich nahm 60 Maschen auf. Das Bündchen strickte ich in gewünschter Höhe zwei rechts/zwei links.

Dann strickte ich glatt rechts weiter und verdoppelte dabei  die Maschen indem ich aus dem Querfaden rechts verschränkt herausstrickte, wer da nicht weiß was gemeint ist, schaut in Büchern oder im Internet nach (!) Vielleicht mache ich auch noch ein Foto.

Das geht am Anfang etwas schwer, doch bald hat man den Bogen raus und dann geht es etwas flotter. Nun hat man viele Maschen auf der Nadel (120 logisch !) und ich strickte die Maschen dann auf eine etwas längere Rundstricknadel über, damit ich besser arbeiten kann.

Dann geht es so ca. 13 Reihen hoch und teile dann die Maschen ein für die Abnahmen, die sternförmig sein sollen. In meinem Fall 120 M geteilt durch 10 = 12 Maschen, ergibt 10 Stellen für die Abnahmen. Man strickt später gegen Schluß am besten mit einem Nadelspiel weiter und die Abnahmen kann man sich ja auch mit Markern kennzeichnen. Mir fallen die Abnahmen leichter, wenn ich die Plastikmarker benutze und rücke die immer an die neu abgenommene Stelle, damit ich sehe wo es weitergeht.

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Von Frau Margit vom Wollschlößchen bekam ich noch den Tip oben eine Quaste anzubringen.

Und aus einer anderen Mützenanleitung bekam ich noch den Tip, die Mütze noch mit einem runden flachen Gegenstand (Teller) zu spannen und in Form zu bringen.

Im Hintergrund ist mein neuer alter Arbeitstisch zu sehen, den ich aus dem Keller geholt und aufgearbeitet habe. Er gehörte früher mal einem Zahntechnikermeister und hat viele Gebrauchsspuren.