Café Gordon Berlin-Neukölln

Schon im November wollte ich das neue israelische Café Gordon in der Allerstr. aufsuchen, doch irgendwas hinderte mich. Heute auf der Hermannstr fragte ich eine zufällig vorbeikommende Türkin wie ich denn zur Allerstraße komme. Die kennt sie nicht, davon hätte sie noch nie gehört, dass es hier eine Allerstraße gibt. Eine andere junge Frau mischt sich ein und bestätigt die Existenz dieser Straße. Daraufhin die erste Frau: Das muß ich sehen, dass kann ich gar nicht glauben, dass es hier eine Allerstraße gibt.
Wir laufen gemeinsam die Hermannstr. lang, die jüngere Frau hatte gesagt, dass sie an der Ecke bei Aldi ist, das stimmt aber nicht. Das ist erst die Okerstr.. Es ist die nächste Straße. Meine türkische Begleiterin liest das Straßenschild und lacht laut: Habe ich doch gewusst, dass es hier keine
„Allahstraße“ gibt. wir verabschieden uns und ich biege ab und suche das Café Gordon, das befindet sich nicht an der Ecke, sondern mehr in der Mitte der Straße.

  

Und hier muß ich bald wieder hin, der Capuccino ist sehr lecker und dann muß ich unbedingt den cheesecake probieren und zur Allerstraße finde ich ja jetzt.

Doppelgänger im Schrank -Edition Fischer

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Von der Edition Fischer erhielt ich freundlicherweise als Rezensionsexemplar „Doppelgänger im Schrank“ Lieblingsklamotten kopieren von Swantje Wendt.

Swantje Wendt betreibt in Berlin-Neukölln den sogenannten „Nadelwald“. Das ist eine Kreativwerkstatt, ausgestattet mit Arbeitstischen, verschiedenen Näh- und Overlockmaschinen und Mann/Frau kann  dort  eigene Nähprojekte verwirklichen und sich dabei Unterstützung holen.

Ich selbst hatte dort im vergangenen Herbst einen Nähkurs absolviert, der mich sehr weiter gebracht hat.

Auf das Buch von Swantje Wendt war ich schon lange gespannt, denn ich hatte schon davon gehört, dass es in Planung ist.

„Doppelgänger im Schrank“ ist sehr schön aufgemacht. Es hat ein sehr handliches – beinahe quadratisches Format – und ich finde es bei einem Nähbuch wichtig, dass es sich gut aufklappen und anschauen lässt.

Im Prinzip gliedert es sich in drei Teile:

Im ersten geht es um die wesentlichen Grundlagen des Nähens, die nun einmal nötig sind, wenn man sich mit diesem Hobby befassen möchte. Hier wird also über Nähmaschinen, Material und Zutaten/Kurzwaren gesprochen und die Seiten und Themen sind übersichtlich gestaltet.  Und da Swantje vom Fach ist und wohl auch viel mit Nähanfängern zu tun hat, gelingt es ihr auch, thematisch nicht zu sehr auszuschweifen.

Im zweiten Teil geht es dann um die Schnittbearbeitung/Abänderung von Schnitten, auch dies wird sehr schön verständlich anhand der hübschen Zeichnungen und Fotos erklärt.

Im letzten Teil geht es dann wirklich um das Kopieren von „Lieblingsklamotten“, die dem Buch den Titel geben und wobei man dabei achten muß. Und damit das nicht langweilig wird, hat Swantje sich Mitstreiter /Kreative gesucht, die anhand ihrer eigenen Projekte, z. B. T-Shirt, Hose, Rock, Kleid nähen,  nun vorführen, wie man das jetzt eigentlich angeht, so ein Lieblingsteil „abzukupfern“. Durch diese Art der Präsentation wirkt alles sehr lebendig und man spürt, die Freude, die es macht, in eigener Sache kreativ zu sein und es ist anregend; gleichzeitig  für den Leser sehr ermutigend ist.

Sicher gibt es in Berlin-Neukölln und anderswo solche Kreativszenen und es ist schön, dass sie in diesem Buch präsentiert  und ihnen Raum gegeben wird.

Das Buch hat natürlich ein Inhaltsverzeichnis und hinten noch eine Menge Infos über Materialbeschaffung und nützliche Adressen fürs Nähen.

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Das Buch ist für 19,90 € erhältlich. Weitere Infos im obigen Link.

Sing Blackbird in Berlin-Neukölln

Immer wieder stelle ich fest: Die besten Sachen findet man, wenn man eigentlich gar nicht danach sucht.

Und insofern hat diesmal ein „Vogel“ für mich gesungen, und zwar Sing blackbird

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Schon vor einem Jahr geriet ich mehr zufällig in die Sanderstr. in Berlin-Neukölln und sah dort

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Wahrscheinlich bin ich damals einfach nur daran vorbeigelaufen. Doch diesmal stand eine junge Frau davor  mit der ich mich in ein Gespräch über im Schaufenster ausgestellte silberfarbene Schuhe von Jil Sander verwickelte. Wir beschlossen dann, den Laden gemeinsam zu betreten.  Die Schuhe waren dann doch ziemlich teuer und wir verabschiedeten uns. Doch mein Blick blieb an einer kleinen gestreiften Jacke hängen. Sie wirkte auf dem Bügel recht klein, doch als ich sie anprobierte, paßte sie perfekt.

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Leider fehlte an einer Seite eine innen angenähte Manschette. Die Verkäuferin bedauerte dies sehr, versprach aber mich anzurufen, wenn sie noch angefunden wird.

Übrigens der selbstgebackene Kuchen in diesem Laden-Café sah sehr lecker aus. Hier schaue ich bestimmt noch mal vorbei.