Pfirsich-Tarte

An so einem windigen Sonntag lockt mich nichts heraus und wegen des WM-Spiels habe ich sowieso verschlafen. Doch so gegen Mittag komme ich doch noch auf den Gedanken, den Tag zu versüßen. Ich bin dann immer stolz und froh, dass ich in meinem Kämmerchen am Regal für die Kuchenrezepte fündig werde…das Gedächtnis funktioniert wie auf Knopfdruck…toll.

Also her mit einer Pfirsich-Tarte!. Der Teig…ein Mürbeteig wird auf einem großen Holzbrett mit dem Messer gehackt.

Diese Art der Zubereitung sorgt offenbar dafür, dass sich die kalte Butter auf besondere Art mit dem Mehl und den übrigen Zutaten verbindet. Es gibt auf diese Weise ein beinahe blätterteigartiges Ergebnis!

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250 g. Mehl, 25.g Zucker, 1 Prise Salz, 3 Eßlöffel kaltes Wasser, 1 Eigelb, 125 g kalte Butter in Stücken

Pfirsiche in Spalten zum Belegen, Johannisbeergelee

Mehl auf ein großes Brett häufen, Zucker und Salz, das Eigelb in eine Kuhle geben, das kalte Wasser und die Butterstückchen drübergeben und alles mit einem großen Küchenmesser eine Weile hacken…das kann schon etwas dauern! Wenn alles ziemlich krümelig aussieht mit den Händen alles weiter zusammenfügen, aber nicht so doll kneten.

Den Teig in eine Tarte-Form reindrücken (ich nehme eine weiße wie auf dem Foto), den Rand dabei etwas hochziehen und dann die kurz in den Kühlschrank stellen, während ich dich Pfirsiche schäle und in Spalten schneide.

Pfirsiche auf dem Teig verteilen und alles bei ca. 170 – 180 Grad ca. 20 – 25 Minuten backen.

Mit erwärmtem Johannisbeergelee abglänzen.

Guten Appetit!

Drei-Gold Eiscafé in Berlin-Charlottenburg

Durch die teilweise Sperrung der Halensee-Brücke muß ich mir jetzt andere Wege heimwärts suchen. Das ist manchmal für ein Schleckermaul wie mich gar nicht schlecht! So entdeckte ich in der Georg-Wilhelm-Straße 4  in Halensee (zwischen Kurfürstendamm und Holtzendorffstr.) ein süsses kleines Eis-Café: Drei-Gold. Vor einiger Zeit war hier nach Auskunft der Bedienung noch eine andere Inhaberschaft, so dass es mir nicht aufgefallen war. Doch jetzt ist es hübsch zurechtgemacht und es gibt eine Auswahl leckerer hausgemachter Eissorten, z. B. Granatapfel , Limette mit Minze und dunkle Schokolade. Ein Abstecher hierhin lohnt. Einfach mal probieren.

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In der Albrechtstraße in Berlin-Steglitz soll es noch eine Filiale geben.

 

 

 

Strandbad-Etui

Ins Schwimmbad und an den Strand will ich nicht so viel mitnehmen. Doch in der Badetasche verschwinden oft Utensilien wie Kamm, Sonnencreme, Taschentücher und Lippenstift. Da ist so ein kleines Etui aus Stoff mit Reißverschluss ganz praktisch:

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Auch hier bevorzuge ich helle freundliche Farben und fand zum Glück noch Reststoffe in meinem Fundus:

Ein Stück gestreifter Baumwoll-Rest und für das Futter einen kleinkarierten dünnen sogar etwas elastischen Stoff von meinem Morgenmantel.

Also einfach zwei gleich große rechteckige Stoffe rechts auf rechts aneinandernähen, eine Schmalseite zum Wenden offen lassen. Nähte ausbügeln und versäubern. An den Schmalseiten einen Reißverschluss einnähen (ob nahtverdeckt oder normal ist eigentlich egal!), dabei die Kanten von dem noch offenen Schmalseitenteil nach innen einschlagen. Die Seiten werden dann einfach von außen mit größerem Stich (2-3) abgesteppt. Fertig ist das Sommeretui!

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Kissen stricken

Gerade im Sommer gibt es schöne Baumwoll-Bändchengarne oder Chenille-Garne.Diese eignen sich auch für den Wohnbedarf und momentan ist es ja ein Trend, diese Dinge selbst zu machen. In einigen Berliner Wohnbedarfsgeschäften kann man sich Anregungen dafür holen.

 

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Ich kaufte zwei Knäuel cremeweißes Baumwoll-Bändchengarn und strickte ein kleines Rechteck so ca. 35 x 35 cm,  denn ich wollte nur die eine Kissenseite in Strick herstellen; für die Rückseite suchte ich nach einem passenden Stoffrest und fand einen bei KA Internationals Berlin am Savignyplatz ein Reststück gechintzte Baumwolle in cremeweiß/zartgrün mit leichtem Glanzeffekt.

Dann schnitt ich den Stoff entsprechend des gestrickten Stücks zu (in diesem Fall etwas größer für einen Knopf-Verschluss, man kann aber auch einen Reißverschluß einnähen!), nähte alles aneinander und zum Glück muckte meine Nähmaschine dabei nicht und so ist das Kissen schon fertig und könnte in jedem Wohnshop  im Fenster liegen.

Mit meinem Werk bin ich jedenfalls zufrieden:

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Einen hübschen Knopf aus Perlmutt fand ich noch bei dem Kurzwarenstand auf dem Karl-August-Markt.

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Preiswerte Sofa-Kissen gibt es übrigens an der Kaiserdamm-Brücke im Jalousien- und Markisenladen.

Sommerpulli in Lipstick-Colours

Auch wenn es heute heftig regnet, sind doch die Aussichten nicht schlecht, dass es bald wieder wärmer wird.Durch meine Mohairweste kam mir das Pulloverstricken, das ich jahrelang nicht betrieben hatte, wieder näher und da ich noch farbige Baumwoll-Restknäuel hatte, fiel es nicht schwer, diese mit einem naturfarbenen Garn  bei  Wollschlößchen zu ergänzen. Hier mein Anfang:

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In Streifen stricken habe ich wenig Erfahrung, deshalb fing ich nach einer Weile mit dem zweiten Teil an, damit ich wegen des Farbwechsels nicht die Übersicht verliere. Inzwischen bin ich soweit, daß ich die  Teile zusammengestrickt habe und mache nun in Runden weiter. Das geht recht flott und durch die Farbwechsel ist das Stricken nicht so langweilig.

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So langsam nähere ich mich den Armausschnitten und muß dann sehen, wie ich weiterstricke.

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Die Farben gefallen mir sehr.

Jetzt bin ich inzwischen schon bei den Armausschnitten, der Rücken ist fast fertiggestrickt und dann muß ich noch den V-Ausschnitt in Angriff nehmen. Das werde ich wohl auch noch schaffen. Ich bin in einem ganz guten Zeitplan. Am 2. 5. fing ich das Projekt an.

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Bald gibt es noch bessere Fotos!

Einkaufstasche nach Cath Kidston

Diese Taschen mit Lederriemen, die ich so gern zum Einkaufen und für einen kleinen Bummel nehme, gefallen mir sehr und wenn ich einen hübschen Stoff sehe, werde ich schwach.

So auch diesmal, bei diesem gewebten Streifenstoff aus dem Charlottenburger Dekorations- und Einrichtungsgeschäft KA International Berlin am Savignyplatz:

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Den Schnitt habe ich aus dem Cath Kidston Buch „Nähen mit Cath Kidston“ nur dass ich diesmal eine Variante nähte mit einer kleinen Außentasche und das ist gar nicht so schwer. Die Größe des Schnittes passe ich aber meistens auf meine Verhältnisse an. Cath-Kidston-Taschen fallen meistens recht groß aus.

Es wird ein gesäumter breiterer Streifen von dem Stoff an einer Außenseite  vor dem zusammennähen der Seitenteile im unteren Bereich der Tasche auf eine Seite genäht, das wars!

Zum ersten Mal habe ich auch einen Druckknopf drangehämmert und kaufte dafür so ein Prym-Druckkopf-Set für Anoraks! Nach der Anleitung und dem Betrachten dieser vielen kleinen Einzelteile war ich allerdings ziemlich fertig. Erst ein mehrmaliges Anschauen von diversen Videos im Internet zu dem Thema und nochmaliges Vergleichen der Teile und Beschreibungen in der Anleitung auf der Verpackung, sah ich schließlich klarer und hämmerte das Ding dran. Juhu…mein erster Druckknopf ohne Annähen! Schön, wenn ich noch was dazulerne.

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Ganz verstanden habe ich mein Problem eigentlich nicht, weil ich die Nieten für die Lederriemen ja auch schon oft gehämmert habe, ist ja eigentlich alles ganz ähnlich mit den Druckknöpfen…nur mehr Teile.

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Für den Leder-Trageriemen arbeite ich neuerdings gern eine Aufhängevorrichtung, die abnehmbar ist.  Hier nähe ich an den Seitennähten schmale Trageösen mit an und befestige dann den Schäkel oder wie das Ding heißt gleich beim Nähen mit oder ich verwende D-Ringe. Dann muß ich nicht jedes Mal einen neuen Riemen basteln. Das Zubehör gibt es in Schlüsselläden.

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Die Lederriemen und Nieten kaufe ich vom Meter bei Leder-Adelt, schneide die dann zurecht, mache an den Enden Löcher rein mit Hilfe der Ahle eines Schweizer Taschenmessers und hämmere die Nieten ran.

Einkaufstasche aus französischem Leinen

Es lohnt sich durchaus, auch einmal in Dekorationsgeschäften nach schönen Stoffen zu schauen. Dort fallen oft Reste aus hochwertigen Gardinen- und Polsterstoffen an. Am Savigny-Platz ist so ein Geschäft, gleich neben Adolph-Haushaltswaren.

Die Inhaberin hat einen ganzen „Resteschrank“ zum Stöbern.

Manchmal werde ich beim Stoffkauf schwach, ohne vorher schon genau zu wissen, was daraus entstehen soll. Also was tun, mit dem gefundenen Stück aus französischem Leinen?

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Das Maß meines Stoffes war 100 cm lang und ca. 60 cm breit und schon an den Seiten gekettelt, schade, so etwas zu zerschneiden, um es dann wieder zu versäubern. In einem älteren Brigitte-Kreativ-Heft (8/2011) fand ich eine Anleitung für eine Einkaufstasche, die zu passen schien. Dort war das Maß 120 cm x 60 cm.

Ich legt den Stoff zur Hälfte mit der linken Seite zusammen und nähte dann an den Seiten jeweils  bis zu einer Höhe von 25 cm zusammen (Nahtzugabe 2 cm!).

Dann bügelte ich die Nähte aus. Im nun offenen oberen Teil nähte ich die Nahtzugaben fest. Am oberen Rand bügele ich dann den Stoff ca. 4,5 cm um, stecke mit Nadeln fest und nähe nun die Tunnel für die Zugriemen/oder -bänder. Am unteren Teil der Tasche werden noch die Ecken von links Naht auf Naht gelegt schräg übergenähnt (Abstand 6-8 cm).Dadurch bekommt die Tasche einen Boden. Meine Lederriemen und Zubehör bastele ich mir selbst zusammen und kaufe gern bei Leder-Adelt, Joachim-Friedrich-Str. 41, in Berlin-Halensee.

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Wer mag kann die Tasche auch füttern und erhält je nach Stoffwahl eine schöne Wendetasche. Das holte ich eine Weile später noch nach mit einem weißen sehr festen Leinenstoff, das gibt der Tasche mehr Stabilität.

 

   
Gürtel oder Trageriemen in die Tunnel reinschieben und los gehts zum Einkaufen!

Carmen-Bluse Burda-Style

Nach dem Schnitt aus Burda-Style Nr. 6/2011 – Nr. 124 A bzw.B hatte ich letztes Jahr schon Blusen genäht, u.a .eine in cremeweißer dünner Baumwolle und eine in einem bunten 60-iger-Jahre Seidenstoff vom Maybachmarkt. Der Schnitt gefällt mir, nur dass ich noch nicht so geübt bin, den Halsausschnitt und die Ärmelbündchen mittels zwei Heftfäden „einzureihen“. Gute Gelegenheit, dass noch einmal zu üben.

Mein Blusenstoff ist diesmal von „Idee“, Berlin, Passauer Straße, neben dem KaDeWe-Parkhaus: blau/weiß mit einem kleinen Kullermuster., ein Reststück von ca. 150 Breite, 140 lang. Ich finde, das sieht frisch aus und passt gut zum Sommer.

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Ich nähte den Schnitt in Größe 42 und fertigte die Seitennähte abweichend von der Anleitung mit einer französischen Naht, dann brauche ich die nicht zu versäubern, dass macht sich ganz gut. Nach dem Einreihen von Halsausschnitt und Ärmelbündchen wird die Nahtzugabe jeweils mit einem kleinen Zickzackstich versäubert und der Überstand mit einer scharfen Schere abgeschnitten. Da der Stoff etwas Stabilität hat, ging das Einreihen mit einem Heftfaden diesmal ganz gut, musste nur einmal am Halsausschnitt wieder auftrennen, weil ich etwas schief angenäht hatte. Doch es liess sich alles gut korrigieren.

Das Schnitteil für  die Ärmel hatte ich um zwei Zentimeter proportional gekürzt, weil mir bei der weißen Bluse, die Ärmel zu lang erschienen. Der Ärmel ist ein Raglanärmel und das gefällt mir an der Bluse, dass der sich gut nähen lässt.

Wem der Halsausschnit zu „halsfern“ ist kann ja ein unifarbenes Tuch zu der Bluse tragen.

 

Japanisch schneidern mit Yoshiko Tsukiori

Das Frühjahr ist ja die Zeit der Neuerscheinungen und so erhielt ich vom StiebnerVerlag als Rezensionsexemplar:

Japanisches Modedesign zum Selbernähen“ Kleider, Tops und Hosen der japanischen Designerin Yoshiko Tsukiori.

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Yoshiko Tsukiori ist Absolventin des Joshi Bijutsu College und in Japan wohl sehr bekannt. Sie hat auch eine Zeitlang bei Apparel gearbeitet und Kleidung entworfen.

Das Buch ist sehr handlich gestaltet und enthält vorne  ansprechende Fotos von den Modellen – kleine Kleider, blusige Oberteile und pfiffige Hosen und sogar ein Mantel, die im hinteren Teil mit ausführlichen und wie ich finde übersichtlichen Nähanleitungen beschrieben sind. Bei den Fotos ist auch gleich mit angegeben, zu welchem Buchstaben auf dem Schnittbogen das Modell gehört. Im Anleitungsteil sind zum einen auf Schwarzweiß-Fotos auch Tipps und Kniffe der Grundlagen für das Nähen, z.B. das Einfassen mit Schrägband….. und mit schematischen Zeichnungen die Nähschritte für die Projekte genauer dargestellt.

Interessant finde ich, dass auf verschiedene Formen, z. B.bei Ärmeln eingegangen wird.

Es ist wunderbar, dass diesem Buch zwei Schnittmusterbögen in japanischen Größen für die Modelle beigegeben sind, wobei diese sich wohl eher für kleine und zierliche Größen (160 cm Körpergröße) eignen. Da muss man eben mal im Internet schauen, welche Größe einem entspricht. Doch wer sich mit dem Erstellen von Schnittmusterbögen befasst hat, wird auch hier einen Weg finden, die Schnitte auf die eigene Figur anzupassen.

Mir hat gleich das Kleid auf Seite 32 gefallen und ich bin schon dabei, den Schnitt auszuarbeiten und fand hierfür sogar einen japanischen Stoff mit Blumendruck.

Hier sieht man schon das angefangene Oberteil:

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Das Buch ist auf sehr schönem Papier gedruckt, hat ein handliches Format und für die Nähpausen ist noch ein Rezept für leckere Muffins enthalten.

Das Buch kostet 19,90 €.

 

 

 

 

Mohairjacke für den Frühling

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Aus meinem Schal wird jetzt doch ein Mohair-Jäckchen!

Es macht mir viel Spaß und bin durch das schöne Material sehr inspiriert worden…und Schals habe ich ja schon einige!

Die „Nase“ bei dem einen Vorderteil ist mehr zufällig entstanden, hatte wohl unfreiwillig an einer Stelle etwas zugenommen. Doch es handelt sich ja um Handarbeit. Hier werde ich später noch eine Blüte häkeln und aufnähen.

Die Anleitung für die Weste lautet so:

2 Knäuel ggH-Wolle Kid-Mohair à 25 g/Lauflänge 250 m

1 Rundstricknadel Stärke 4,5, 1 separate Stricknadel zum Stilllegen von Maschen

40 M in Kid-Mohair anschlagen und einen Schal in gewünschter Höhe  rechts stricken (bei mirca 15 cm ), dann die Maschen auf einer separaten Nadel stilllegen. Einen zweiten Schal ebenfalls mit 40 Maschen anschlagen und gleich hoch stricken.

Nun werden bei beiden Schals gegengleich 17 M möglichst lose abgekettet, damit es eine schöne Kante für den Westenausschnitt gibt. Bei jedem Schal werden jetzt für die Schultern gleich hoch ca. 25.Reihen (am besten anprobieren!) hochgestrickt. Dann werden auf einer Seite 34 Maschen neu locker angeschlagen für den Rückenausscnit und die beiden Schals miteinander verbunden, um nun das Rückenteil zu stricken bis zur gewünschten Länge. Alles lose abketten. Auf diese Weise entstehen keine Nähte auf den Schultern. Später werden die Fäden vernäht und die Seitennähte geschlossen bis zu den Armausschnitten.

Wer noch Wolle übrig hat, kann noch Blüten häkeln und die Weste damit verzieren.