Café Roberta in Berlin-Charlottenburg

Das Café Roberta befindet sich in der Dahlmannstraße 16, gleich um die Ecke beim Lehniner Platz mit der bekannten Schaubühne. Der obere Kurfürstendamm in Richtung Halensee ist ja nicht so stark bevölkert wie der untere Richtung Tauentzien und deshalb ist nicht so bekannt, was es dort für schöne Cafés gibt.

Das Roberta lohnt sich jedenfalls, denn es gibt dort guten Kaffee und Cappuccino, selbstgemachtes leckeres Eis und Trammezzini – italienische Sandwichs und Snacks. Die Atmosphäre ist anheimelnd, bei gutem Wetter kann ich draußen sitzen und die Bedienung ist sehr freundlich. Das Publikum ist okay.

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An dieser Ecke vom “Ku-Damm” gibt es aber noch mehr was mein Interesse weckt: Shoe-Outlet von Riccardo Cartillone/Ecke Albrecht-Achilles-Straße und Evija & Pa ein polnisches Modelabel, bei dem ich auch ab und zu rumstöbere. Es gibt im Schaufenster gut geschnittene interessante Kleider und auf dem Kleiderständer vor der Tür einige Sonderangebote.

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Japanische Knotentasche mit Paspel

Die “Japanische Knotentasche” fasziniert mich weiter: Im Sommer nähte ich eine aus buntem Blumenstoff

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und jetzt guckte mich der schwarz-weiß karierte Stoffrest von meinem Tellerrock an:

 

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Zu schwarz finde ich rot als Kontrast immer schick und deshalb bekam die Tasche am äußeren Boden diesmal eine rote Paspel. Dazu nahm ich einfach gekauftes rotes Schrägband und nähte die Paspel  nach dieser Anleitung:

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Dann nähte ich Tasche und Futter wie üblich nach der Anleitung hier. Die Paspel nähte ich dann erst an der unteren Kante in ca. 1 cm Abstand fest damit sie nicht beim Nähen verrutschen kann und dann erst den Taschenboden an.

Am Schluß steppte ich die Kanten mit einem etwas dickeren roten Nähgarn ab und die Träger nähte ich mit dem gleichen Garn im Zickzackstich zusammen.

Durch die Paspelierung am Boden wirkt die Tasche jetzt beinahe wie ein Matchsack, der in den 50er-Jahren so beliebt war.

Stoffdruck mit Stempel

Vor längerer Zeit hatte ich mich ja mit Kartoffeldruck befasst und Tischsets aus blau-karierten Küchentüchern genäht und den Stoff bedruckt.

Nun sah ich in dem indischen Laden am Karl-August-Platz in Berlin-Charlottenburg sehr schöne Stempel für Textildruck und das reizte mich, die auszuprobieren:

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Je nach Stoff bekommt man interessante Ergebnisse und neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Goldenes Häkeltäschchen

Schon im letzten Winter hatte ich Pläne, auch mal was zu häkeln, doch meistens verfiel ich doch wieder aufs Stricken, weil es mir wohl leichter fällt.

Doch versuchte ich es jetzt noch mal mit einem Täschchen für den Abend:

Also erst mal eine Luftmaschenkette häkeln wie beim Topflappen in der gewünschten Breite der Tasche und ein längeres Rechteck mit festen Maschen häkeln so ca. 0,35 cm – 0,40 cm hoch.

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An den beiden Seiten werden dann die Träger in in der gewünschten Breite und Länge drangehäkelt.

Mit einer entsprechend langen Luftftmaschenkette beginnen und an einem Seitenteil dranhäkeln und weiter bis in Höhe der Klappe. Den zweiten Träger gleich lang und genauso dranhäkeln. Die werden später entweder zusammengenäht oder zusammengehäkelt.

Den oberen Taschenteil, der später die Verschlussklappe werden soll  lässt man aus und häkelt die Reihen hin und her bis der Träger breit genug ist.

Aus einem bunten Stoff  fertigte ich noch im Format der Tasche ein Innenfutter mit einer kleinen Paspeltasche, das ich lieber von Hand drannähte.  Das gibt dem Ganzen mehr Stabilität. Nun  noch die Seiten zunähen oder zusammenhäkeln.

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Verzieren kann man die Tasche mit Perlen und einem Verschlußknopf.

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Die Perlen und den Knopf fand ich bei Bonita-Perla in der Leonhardtstr. 4 in Berlin-Charlottenburg.

Das Garn gab es beim Wollschlößchen.

Tellerrock nähen

DSCF1899Schon länger beschäftige ich mich mit dem Projekt, einen Tellerrock zu nähen, einfach weil ich wissen wollte, wie der Schnitt funktioniert, wie man ihn vielleicht variieren kann.

Der Stoff zum Ausprobieren sollte nicht zu teuer sein, und ich fand einen karierten Baumwollstoff bei “Thatcher’s”.

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Das Material hat einen leichten Seersucker-Effekt, den ich beim Kauf nicht bemerkt hatte.

Grundlage für diesen Rockschnitt ist das Taillenmaß. In diesem Fall 71,5 cm!

Eine Anleitung fand ich in dem Buch von Gretchen Hirsch “Rock’ A’ Bella“, das ich ja hier schon mal besprochen hatte.

Das Schnittteil, das ich konstruierte ist 1/4-Rockteil, das im Stoffbruch zugeschnitten wird, so erhält man nach dem Zuschnitt den halben Rock. Die Nahtzugabe ist an der Seitennaht und beim Bund bereits zugegegeben. Vorder- und Rückenteil des Rocks sind gleich. Das Rückenteil wird also genauso zugeschnitten.

Der Rock erhält in der Seite einen nahtverdeckten Reißverschluß in schwarz. Als Bund nähte ich einfach ein schwarzes Gummiband dran.

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Bei meinem Schnitt ging ich von einem Taillenumfang von 71,5 cm geteilt durch 3,14 geteilt durch 2 = 11 cm aus, das ist der Radius für den Rockbund. Im Internet gibt es dafür nützliche Tabellen bei “verflixt und zugenäht.”

Der Tellerrock-Schnitt ist wohl die Grundlage für alle weit geschnittenen Röcke und es lohnt sich, damit zu experimentieren. Das nächste Mal nähe ich vielleicht einen, der etwas weniger Weite hat.

Den Saum klappe ich einfach ca. 1 cm breit um und “kurbele” ihn mit einem Zickzackstich in schwarz ab. Das sieht dekorativ aus.

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Burda-Hose Heft 2/13 Nr. 119/120

Unterdessen besitze ich ein paar Burda-Style-Hefte aus verschiedenen Saisons. Ich nehme sie oft erst mal zur Kenntnis, bis mir anhand eines gekauften Stoffes eine Idee kommt wie der vernäht werden soll.

So kaufte ich in der Stoffetage Spandau kürzlich einen ziemlich bunten etwas elastischen Stoff mit einem längs gestreiften Bordürenmuster und überlegte hin und her: Kleid oder Hose.

Letztendlich entschied ich mich für eine Hose und wurde hierbei damit konfrontiert, dass die Stoffmenge nicht ausreichte um die Hose mustergerecht zuzuschneiden. Was tun?

Ich hatte Glück, dass der Stoff wirklich sehr “bunt” ist und das aufgedruckte Muster wohl offensichtlich nicht in eine Richtung läuft. Auf diese Weise konnte ich den Stoff beim Zuschnitt ausnutzen, indem ich Vorderteil-und Rückteil der Hose nicht in einer Richtung zugeschnitten habe. Die Stoffbreite hätte dafür leider nicht gereicht.DSCF1854

 

Einem Aussenstehenden fällt das womöglich gar nicht auf…doch ich weiß beim nächsten Hosenzuschnitt besser, worauf es ankommt und würde mehr Stoff kalkulieren. Die Hose sitzt ansonsten prima und der Schnitt lässt sich gut nähen. Ich nähte auch noch ein hellgraues Exemplar in einem sehr elastischen Stoff. Mir gefallen auch unten die kleinen Schlitze.

Beim Nähen blicke ich natürlich mehr in das Anleitungsheft von Burda und weniger in den Fototeil:

Später blätterte ich doch noch einmal durch und sah plötzlich: Ach diese Hose auf dem Foto…die hast Du genäht!!!

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